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am Freitag, 15. Juni 2001 um 22:42
 

was ich noch sagen wollte

Ich habe wirklich Angst, dass sich nix ändert ! Diese verfluchten einbetonierten Strukturen in den Krankenhäusern - wie will man die denn aufhebeln ? Da scheint mir der Fall des Sovjetkommunismus ein Zuckerschlecken dagegen. Aber so ist sie ja schließlich, die deutsche Krankenhauswirklichkeit -> Eine Minderheit bereichert sich auf Kosten der unterdrückten Mehrheit. Die Ausbeutung wird an ein fadenscheiniges Ideal gekoppelt, Zivilcourage im Keim erstickt und psychische Gewalt (siehe Forum Mobbing) offen zur Schau getragen. Diejenigen die darunter leiden verlieren die Hoffnung, man könnte jemals etwas dran ändern, weil der Aggresor a) unangreifbar erscheint und b) es ja schon immer so gewesen ist. Man traut sich nicht offen auszusprechen was man denkt (als wäre der nächste KGB-Spitzel um die Ecke) und diskutiert darüber wenn überhaupt hinter verschlossenen Türen. Und dann kommt noch hinzu, dass man ja keinem so recht trauen kann. Vielleicht ist er ja ein "IM" der gleich zum Chef rennt um die lieben Kollegen zu denunzieren. Man wird in Dienstpläne gezwungen und mit einem AIP-Hungerlohn abgespeist und es wird einem weißgemacht, dass dies die Erfüllung eines langgehegten Traus ist. Schließlich hat man es ja geschafft, man ist Arzt ! Aber das "realexistierende Arztsein" ist wie der "realexistierende Sozialismus". Ein Betrug am Menschen !
Fehlt nur noch die Mauer und der Todesstreifen. Obwohl - in den Köpfen der meisten ausgebeuteten jungen Ärzte ist er schon längst Realität.
Der kommunistische Wahnsinn mit der permanenten Lebansangst hat eine ganze Generation und Gesellschaft kaputtgemacht. Und genau das passiert gerade in deutschen Krankenhäusern ! Totalitarismus und Ausbeutung. ANGST ESSEN SEELE AUF !!!!!!!!
am Samstag, 16. Juni 2001 um 12:31
 

piloten der krankenhäuser- die grössten feinde in unseren eigenen reihen!

es gibt keinen grund für uns, jetzt im selbstmitleid zu zerfliessen. ich bin nun seit etwa 15 jahren berufstätig und habe alle wechselbäder ärztlicher "kollegialität" am eigenen leib erlebt, bis ich den trügerischen hafen des oa erreicht habe.
nie habe ich verstanden, wie nach der erfahrung der 68er das pendel so extrem wieder in richtung angepasstheit und arschkriecherei bei uns ärzten zurückschlagen konnte. oder sind die 68er in unserem berufsstand nie angekommen?
heute stehe ich als "gereifter", d.h. völlig demotivierter facharzt vor den jungen pj-studenten und immer noch spüre ich keinen biss,keine aufsässigkeit, nicht mal selbstbewusstsein! was ist los mit euch einser-abiturienten, vorgebliche elite unserer nation?
nehmt euch ein beispiel an den piloten! die haben verstanden! und die sind als persönlichkeiten offenbar nicht so deformiert worden wie wir (gruß an Rod O´Dendron und Blockwart: ihr seid hoffnungslose, aber keine ernsten fälle!)
wenn wir in diesem oder im nächsten jahr nicht endlich ärztestreiks in deutschland sehen, gebe ich endgültig auf und wandere auf meine alten tage noch nach norwegen aus.

wo sitzen unsere grössten feinde? nicht etwa in der politik oder bei den krankenkassen oder den krankenhausträgern, wie uns unsere geliebten standesvertreter weismachen wollen (opium für die plebs!). nein, unsere ärgsten feine sitzen in den eigenen reihen und nennen sich die "BESITZSTANDSWAHRER"!
bescheidenes beispiel: wenn ich den verdienst meines chefs kalkuliere, komme ich auf ein jahreseinkommen von 600.000.- bis 700.000.-, und dass bei einer arbeitszeit von 40 stunden pro woche (ehrlich!!!). er ist wie so viele altverträgler ende 50 und blockiert prinzipiell jede veränderung und weiterentwicklung der abteilung, die seinen status quo gefährden könnte. ich brauche nicht zu betonen, dass er selbstverständlich auch als dicker standesfunktionär in der ärztekammer (und kv!!!) sitzt und dort ebenfals mauert was das zeug hält. die devise dieser unserer vorgesetzten, vorbilder, mentoren.....etc. ist klar: für mich wird es schon noch reichen und nach mir die sintflut!

ihr könnt garnicht glauben, wie beschmutzt ich mich mit meinem insiderwissen fühle, wenn wir wieder einen aip für 2000 eier im monat einstellen und der sich dann moralische belehrungen von unserem chef anhören muss!!!

seid einig! geht alle in den marburger bund! wir haben doch nichts mehr zu verlieren!!!!!
am Samstag, 16. Juni 2001 um 22:18
 

Marburger Bund Piloten

Na Klasse, ein OA, der aufwacht. Aber immerhin zeigt er Reue. Und man muss ja leider sagen, dass man mittlerweile auch als OA ziemlich verarscht wird. Aber die 68er kann man nun wirklich nicht zum Vorbilde nehmen, diese Schweine haben doch erst alles so richtig kaputt gekriegt und sind ploetzlich selbst establishter als das establishment, welches sie damals bekaempften!!!
Und der MB? Was soll der denn bitte tun? Die naechste Funktionaersriege naehren???
Gruss an alle Traeumer (auch an Rod und den Blockwart, nur schade dass die beiden keine Mediziner sind, die wuensch ich meinem Chef, aber wenn sie welche waeren, hielten die auch brav ihr Maul wie alle anderen...)
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Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte

Ärzteschaft im Umbruch: Die Ausbeutung der Arbeitskraft und die Überlastung insbesondere junger Ärztinnen und Ärzte hat das Deutsche Ärzteblatt in mehreren Beiträgen thematisiert. Auch auf dem 104. Deutschen Ärztetag in Ludwigshafen war es ein zentrales Thema. Der Druck dürfe nicht weiter von oben nach unten weitergereicht werden, hieß es. Dieses Forum soll den Ärzten als Plattform für den persönlichen Erfahrungsaustausch dienen. Wir bitten, dabei auf persönliche Verunglimpfungen und insbesondere auf Namensnennungen zu verzichten. Die Redaktion behält sich vor, derartige Beiträge zu entfernen

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