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am Samstag, 28. Juli 2001 um 23:30
 

Baguette?

Bitte um weitere Info über diese Insel der Ruhe,
gerne mit speziellem Bezug auf 1. Probleme mit der
Sprache und 2. HNO.
am Mittwoch, 1. August 2001 um 09:25
 

Croissant

Moin moin,

nähere info´s? ist doch eigentlich alles schon in "baguette" gesagt? Was ist genau mit Sprachprobleme? gemeint? HNO-mäßig existiert an meinem neuen Haus eine Belegabteilung mit einem niedergelassenen Kollegen aus Meppen.
Tschüß und bis Bald
Richard
am Mittwoch, 1. August 2001 um 11:15
 

Stellen in Frankreich

Wie kann man denn die Ausführungen eines Kollegen für seriös halten, der so viel Ungenauigkeiten in die Welt setzt? Glauben Sie denn wirklich, dass nur Stellen in Nordfrankreich zur Verfügung stehen.
Lesen Sie doch mal aufmerksam die professionellen Informationen über Anästhesistenstellenangebote in Mittel- und Südfrankreich, die auch im DÄ Blatt veröffentlicht werden.
Vielleicht könnte uns Michael J. mal verraten, wo er in Frankreich war, damit man sich mal dort präziser informieren kann...
am Donnerstag, 2. August 2001 um 17:44
 

Warum diese Enttäuschung?

Gleich zum Anfang sollten Sie wissen, dass ich seit vielen Jahren in Frankreich tätig bin.

Was Sie schreiben, sollte man doch mit sehr viel Abstand zur Kenntnis nehmen. Viele Argumente, die Sie in die Diskussion werfen, sind emotional aufgeheizt, und sind sicherlich vor dem Hintergrund der misslungenden Zulassungsprüfung zum Praticien Hospitalier zu sehen. Es ist Ihnen, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Kollegen, wohl nicht gelungen sich positiv in Ihre französische Umgebung zu integrieren. Sie wissen, dass der concours du PH aus verschiedenen Teilen besteht, der u.a. die soziale Integrationsfähigkeit stark bewertet.

Ihre negativen Darstellungen werden nur von denjenigen geteilt, die so von sich selbst überzeugt sind und nach dem Motto agieren....<am deutschen Wesen, wird die Welt genesen.>

In Frankreich zu arbeiten heißt sich auf die lokalen Verhältnisse positiv einzustellen. Das heißt jedoch nicht alles unbesehen zu akzeptieren. Aber es erfordert ein hohes Maß an Toleranz und Bereitschaft mit Kollegen zusammenzuarbeiten. Das pyramidale Chefarztsystem mit <Obersturmbannführerton> ist unbekannt in Frankreich und führt in allen Fällen zum persönlichen Scheitern.

Die von Ihnen aufgeführte Meinung, daß Deutsche in französischen Krankenhäuser abgeblockt werden, ist effektiv falsch. Die Anzahl der erfolgreichen deutschen Fachärzte, die mir bekannt sind, überwiegt bei weitem die Minderheit der wenigen Aussteiger, die Frankreich den Rücken kehrten. Hauptgründe sind Mangel an Sprachkompetenz (und da stimme ich Ihren voll zu), falsche Vorstellungen der eigenen Integrationsfähigkeit sowie der Familie, falsche Erwartungen über persönliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Es ist eine Tatsache, dass deutsche Ärzte als chef de service mit Abstand prorata unter den Ausländern in Frankreich an der Spitze liegen.

Es hängt ausschließlich von der Persönlichkeit des Einzelnen ab, ob er akzeptiert wird oder nicht. Und bei Ihnen war das ja sicherlich nicht der Fall, da Sie vielleicht nur eines im Auge hatten, was vielen Franzosen im Grunde genommen wahnsinnig macht: Überheblichkeit mit unverholenem Profitstreben.

Der von Ihnen dargestellte eigene Lebensweg in Frankreich zeigt klar auf, daß Sie das System, welches zugegebenerweise das Resultat staatlicher Fehlplanung ist, weidlich ausgenutzt haben.

Vielleicht ließen Sie sich durch das öffentliche Krankenhaus aufwendig auf Ihre neue Aufgabe vorbereiten, und danken Sie diesem damit, daß Sie sich kurzfristig in die zur Zeit lukrative private Klinikwirtschaft absetzen? Weiterhin wollen Sie mit dem CNPH auch die unkündbare und sichere Lebensstellung als staatlicher Praticien Hospitalier mühelos einkassieren.

Sie beschweren sich, daß sich dann die französischen Prüfer nicht verschaukeln lassen und Ihnen diese enorme finanzielle Sicherstellung hinterherwerfen.

Ich behaupte nicht, dass alles Sonnenschein in Frankreich ist.

Nach emotionsfreier Abwägung der vielen positiven Aspekte des französischen Arbeitsmarktes bin ich der Überzeugung, dass sich deutsche Ärzte hier eine sichere Zukunft aufbauen können.

Auf Ihre weiteren Argumente einzugehen, erspare ich mir, da ich der Meinung bin, daß jeder Kollege, der motiviert und flexibel ist in Frankreich zu arbeiten viele interessante Perspektiven findet, die er kurz- und mittelfristig ergreifen kann.

à bientôt cher collègue !
am Freitag, 3. August 2001 um 19:35
 

Concours du PH

Hallo Marianne,

Auch wenn ich nichts aus eigener Erfahrung beitragen kann, so fand ich die Erlebnisse eines langjährigen Kollegen interessant: er Franzose (oder sollte man sagen Elsässer), dort aufgewachsen, Schule und Uni; danach die Zweisprachigkeit nutzend und Assistentenstelle in Deutschland bekommen (ist schon mehr als 10 Jahre her, da gab es in unserem Fach noch Weiterbildungsstellen). An 1200 Betten Maximalversorgungshaus(nicht Uniklinik)den grössten Teil der Weiterbildung absolviert und nach Facharzt befristet übernommen. Aus familiären Gründen (Kinder sollten in Frankreich eingeschult werden) zurück in die Heimat. In selbigem Concours abgesägt: die Weiterbildung in D tauge nichts, vielleicht gerade noch an den Unis; Kandidat habe sich nur um den französischen Weg zum Facharzt drücken wollen etc.(fachliche Fragen waren nicht gestellt worden) Von mangelnder Integration oder Sprachproblemen konnte da ja wohl keine Rede sein, das war Willkür. Ich will jetzt beileibe nicht sagen dass das öfter so sein muss, aber wenn`s schon Franzosen selbst so erwischt bloss weil sie im Ausland ihren Facharzt gemacht haben...
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Frankreich

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