Hallo, Gesundheitszentrum - Polyklinik - Praxiszentrum ...wenn ich diese Begriffe benutze scheinen sich gleich Fronten aufzubauen. Ich denke, es ist sinnvoll und moeglich ein Zentrum aufzubauen von einigen bis mehreren Aerzten um in einem Gebiet - Sadt oder Land - eine gute, up-to-date, persoenliche und oekonomische ambulante medizinische Vorsorgung zu leisten. Sprechstunden - auch fuer Leute die nach der Arbeit zum Arzt moechte, telefon Ansprechbarkeit rund um die Uhr, Hausbesuche - Diagnostik vor Ort Naturheilkundliche Sprechstunden Zusammenarbeit mit spezialisierten Kollegen - Videochatkonsultierung Verhandlung mit den Kassen durch -Vermeidung vieler teurer Krankentransporte, - Vermeidung Mehrfachdiagnostik durch Zusammenarbeit - Oekonomisches Arbeiten durch Behandlungsstandards usw...
nicht jeder kann tag und nacht alles alleine machen und nicht jeder kann die ganze Medizin ueberblicken !
Hallo Hausarzt, stimmt ja Alles. Nur kleine boshafte Anmerkung. Es ist nicht Polyklinik (von poly) sondern Poliklinik (Stadtklinik, von polis, die Stadt). Nimms nicht übel, häufiges Mißverständnis. Juergen
Wenn das man so einfach wäre mit den Gesundheitszentren. Ich lebe in einem ländlichen Zentralort mit drei auslaufenden Allgemeinarztpraxen. Kein Nachfolger findet sich. Ich möchte gerne Allgemeinmediziner werden, habe aber noch einige Jahre vor mir, da ich in Teilzeit arbeite. Ich hatte auch die Idee ein Gesundheitszentrum zu gründen, weil die Apotheke vor Ort Angst um die Zukunft hat, ein Pflegeheim gerne gesehen würde, es würde sich auch noch anderes finden. Aber: Nur fachverschiedene Ärzte dürfen ein Gesundheitszentrum gründen/bilden. Was hier auf dem Land aber gebraucht wird sind Allgemeinmediziner. Wie soll man einen Facharzt ( z.B. Kinderarzt) aufs Dorf kriegen, wenn ohnehin noch Zulassungsbeschränkungen gelten? Die gehen alle in die STadt. Fazit: Die Gesundheitszentren siedeln sich in den Städten an, das Land blutet aus und die verbliebenen Ärzte arbeiten sich tot. Und wenn dann auch noch bei den Allgemeinmedizinern diese Zeitabgleichung ( korrekter Ausdrick fehlt mir) kommt, wer behandelt dann die Grippen, die Mittlehohrentzündungen, wenn das Zeitlimit des Arztes überschritten ist? Ich will mich ja nicht blockieren lassen und Freude an meinem Beruf haben, aber das ist ja so schwer. Also, vielleicht weißt du ja jemanden. der Lust hat, diese Tücken der DEmokratie mit mir zu dúrchschiffen und vielleicht unserem metten Ort die ärztliche Versorgung zu retten? Gruß DGGG
Möglicherweise ist ein MVZ nicht die richtige Versorgungsform, die ihr braucht. So wie ich das zur Zeit sehe, sollen fachärztliche Praxen ausgehungert werden (siehe dieser verbrcherische EBM-Vorschlag) udn durch MVZ ersetzt werden - die MUSS man dann ja gründen, wenn man in der Praxis keine Überlebenschance mehr hat. Bei deinem konkreten Bespiel böte sich eher eine Integrierte Versorgung an: da kannst du Apotheke, Pflegeheim etc. gleich mit einbeziehen. Wichtig sind nur die "unterschiedlichen Ebenen" - also Hausarzt (besser: -ärzte), Physiotherapueten und eben Fachärzte können eine IV gründen. Vorteil gegenüber dem MVZ: ihr seid unabhängig von der KV, und eine IV kann sich über ein Gebiet erstrecken (also Dorf A, B und Stadt C), während eine MVZ denn auch wirklich unter einem Dach sein muß. Nachteil: ihr müßt euere eigenes Budget gut plannen udn dann mit den Kassen verhandeln. Es empfiehlt sich, einen kompetenten Dipl-Kfm (oder ähnlich) im Budget gleich mitzuplannen, weil ihr den sowieso braucht. Wir Ärzte sind ja nun mal keine Wirtschaftler - obwohl es heute wohl besser wäre...
Vielen Dank für Deinen Beitrag ! Eine Intergrierte Versorgung aufbauen, wirtschaftlich handeln? Mit einer guten Planung und einem gutem Team sollte das möglich sein. Dieser Gedanke arbeit in mir - und ich könnte mir vorstellen, andere möchten soetwas auch aufbauen - haben aber Angst vor dem wirtschaftlichen und persönlichen Risiko. Ich werde versuchen, Material zusammen zutragen ....
Die medizinischen Versorgungszentren bieten Ärzten die Möglichkeit, im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses in der ambulanten Versorgung tätig zu sein, ohne die ökonomischen Risiken einer Niederlassung tragen zu müssen. Ist der Arztberuf aber dann noch einer freier Beruf?