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am Freitag, 20. August 2004 um 16:45
 

Klar,

sonst wären sie ja nicht an der Uni...:-)
am Freitag, 20. August 2004 um 16:50
 

wie gesagt:

naive(!!) Patienten... Und auch denen ist der Titel bei Leistung völlig Wurst.
Wie er ihnen auch egal ist, wenn der Kollege Mist macht!!! Also nicht
TITEL!!!!!!!! (was sollen eigentlich die ganzen!???????) sondern Leistung und
Persönlichkeit.(einfach nur Punkt)
am Freitag, 20. August 2004 um 17:56
 

Der Schein trügt

Nochmal aus Faust 1,die Schülerszene(von:" uns "Goethe)

Gespäch zwischen Mephisto(als Faust verkleidet) und seinem Schüler(der
nix schnallt-so wie DU!!!):...

...."MEPHISTOPHELES (für sich):
Ich bin des trocknen Tons nun satt,
Muß wieder recht den Teufel spielen.
(Laut.) Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen;
Ihr durchstudiert die groß, und kleine Welt,
Um es am Ende gehn zu lassen,
Wie's Gott gefällt.
Vergebens, daß Ihr ringsum wissenschaftlich schweift,
Ein jeder lernt nur, was er lernen kann;
Doch der den Augenblick ergreift,
Das ist der rechte Mann.
Ihr seid noch ziemlich wohl gebaut,
An Kühnheit wird's Euch auch nicht fehlen,
Und wenn Ihr Euch nur selbst vertraut,
Vertrauen Euch die andern Seelen.
Besonders lernt die Weiber führen;
Es ist ihr ewig Weh und Ach
So tausendfach
Aus einem Punkte zu kurieren,
Und wenn Ihr halbweg ehrbar tut,
Dann habt Ihr sie all unterm Hut.
Ein Titel muß sie erst vertraulich machen,
Daß Eure Kunst viel Künste übersteigt;
Zum Willkomm tappt Ihr dann nach allen Siebensachen,
Um die ein andrer viele Jahre streicht,
Versteht das Pülslein wohl zu drücken,
Und fasset sie, mit feurig schlauen Blicken,
Wohl um die schlanke Hüfte frei,
Zu sehn, wie fest geschnürt sie sei.
SCHÜLER:
Das sieht schon besser aus! Man sieht doch, wo und wie.
MEPHISTOPHELES:
Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
Und grün des Lebens goldner Baum...."

Mephisto ist der als Faust verkleidete TEUFEL(!!!!!),der alles ins Lächerliche zieht!
Besonders auffällig ist die negative Sichtweise der Juristerei gegenüber. Man sollte jedoch bedenken, dass Goethe selbst als Justizassessor in Wetzlar tätig war und das auch nur mit Widerwillen.Fast jeder(!) konnte damals, wenn er wollte, Medizin studieren.
Außerdem beschreibt Goethe das Verhältnis zwischen Professor und Student in der damaligen Zeit, denn obwohl Mephisto ja eigentlich kein echter Lehrmeister ist, lassen sich aus dem Verhalten des Schülers Rückschlüsse ziehen, dass der Schüler damals dem Professor gegenüber doch recht unterwürfig war.Goeteh wollte aufzeigen mit welchen Problemen die Studenten seiner Zeit zu kämpfen hatten: ua.die der Wahl der Fakultät," unwirtlichen Studiensäle" , dem "leidlichen Geld" und der Frage nach Freizeit(kommt einem irgendwie bekannt vor-oder!?)
Eine weitere Aussageabsicht zielt auf Mephisto ab. Ein erneuter Beweis seiner Manipulationskünste wird angeführt, der Teufel kann also überall seine Finger im Spiel haben, ohne dass der Mensch etwas merkt. Goethe stellt also die Kraft des Bösen dar. Dass Mephisto dem Schüler nun gerade zur Medizin rät, ist wohl ein kleiner Hinweis, die Medizin als diabolische Kunst zu werten, die Theologie dagegen ist für den Dichter recht sinnwidrig, wenn er doch den Teufel als ihr Lehrmeister auftreten lässt.
Kurzum, Goethe karikiert in der Schülerszene das Studentenleben!

Merke:der Schein(Titel)trügt!!!!!!!!!
am Freitag, 20. August 2004 um 18:17
 

Hab noch was vergeßen:...

Du willst also sozusagen aus Ärzten ganz bewußt" titeltragende Docs" machen,um diese aufzuwerten,damit die dann wiederum die "Naivität"der Patienten ausnutzen können,um etwas vorzugaukeln,was nicht ist!!!???
Das nennt man glaube ich Betrug-oder irre ich mich da!?

am Samstag, 21. August 2004 um 13:54
 

Nur der Schein ist wirklich rein

"dass der Schüler damals dem Professor gegenüber doch recht unterwürfig war."

Wieso "war"?

Übrigens: Gehe ich recht in der Annahme, daß weder Golgi noch Rumpelstilzchen Titelträger sind ?
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Der Nachwuchs geht

Viele Nachwuchs­forscher in der Medizin verlassen Deutschland, um dauerhaft in den USA oder in Groß­britannien tätig zu werden. Im Gegen­satz zu Deutschland könne man dort als Arzt klinische Tätigkeit und Wissen­schaft miteinander in Einklang bringen. Wie beurteilen Sie die Rahmen­bedingungen für medizinische Forschung in Deutschland? Ist in den USA und in Großbritannien wirklich alles besser? Mit welchen Maßnahmen könnte der Forschungs­standort Deutschland an Attraktivität gewinnen?

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