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am Sonntag, 9. Januar 2005 um 04:48
 

Auch was aktuelleres ?


Als Beleg fuer deine These bringst du einen prophetischen Artikel aus dem Jahr 2000 ? Gibt's da denn nix aktuelleres, hat denn inzwischen das grosse Kliniksterben eingesetzt ?

Mir ist irgendwie auch noch nicht klar warum die Einfuehrung der DRG's an sich zu einem Kliniksterben fuehren soll ?

am Sonntag, 9. Januar 2005 um 09:41
 

Verhältnis Verwaltung - Med. personal

Uni Marburg: ca. 1: 1,

da ist noch Luft drin, und dann ist auch geld für die Leistungserbringer da.

Und wenn nicht, lassen sich die Leute vom Controller behandeln, senkt u.U. Kosten gaaaaanz schnell...
am Sonntag, 9. Januar 2005 um 09:47
 

@raddoc

bist Du eigentlich nicht in der Lage mal google zu bedienen oder www.kliniksterben.de einzutippen?
Dann werd ich das wohl mal übernehmen, wird aber vor morgen nix.
Für den Anfang (ist vom 9.1.2005):
Kliniken sind finanziell ausgezehrt
Vier von fünf Kreiskrankenhäusern arbeiten defizitär. Private Träger versprechen bessere Ergebnisse
von Stephanie Geiger

Bayerns Krankenhäuser fahren immer mehr Defizite ein. Das flächendeckende Netz der stationären medizinischen Grundversorgung zu erhalten, wird immer schwieriger. "Die Krankenhäuser sind wirtschaftlich ausgezehrt", sagt Siegfried Hasenbein, der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG).
weiter unter: http://www.wams.de/data/2005/01/09/385545.html

"Mir ist irgendwie auch noch nicht klar warum die Einfuehrung der DRG's an sich zu einem Kliniksterben fuehren soll ?"
Gut 4:48 Uhr ist vielleicht auch eine ungünstige Zeit für eine normale cerebrale Leistungsfähigkeit. Ich probiers mal so:
- in D besteht unbestritten eine Überkapazität an stationären Betten. Sprich: wir machen zu viel stationär. Über das Instrument Fallpauschalen bekommen nun alle Kliniken von Kiel bis Obersdorf das gleiche Geld für gleiche Leistung. Gleichzeitig wurde die Latte (die genannten AEP-Kriterien) zur stationären Aufnahem und Behandlung hochgelegt. Was machen nun Kliniken, die Herzinfarkte 14 Tage behandeln, Blindärme 'ne Woche liegen lassen und eigentlich junge und gesunde Menschen mit Oberbauchschmerzen zur Diagnostik stationär aufnehmen. Letzteres geht schon jetzt nicht mehr. Wird einfach nicht bezahlt. Bei den anderen beispielen muß die Liegedauer zurückgefahren werden, wenn man denn mit dem DRG-Entgelt wirtschaftlich auskommen will. Kürzere Liegezeiten heisst für diese Kliniken dann mehr leere Betten (es sei den die Fallzahl steigt entsprechend, was unwahrscheinlich ist). Leerstand heisst: ich kann die eine oder andere Station schließen, brauche weniger Personal.
Kliniken sind gut beraten sich ein Standbein im ambulanten Sektor aufzubauen (zB amb. Operieren, Integrierte Versorgung, medizinisches Versorgungszentrum). So können wegbrechende Erlöse des stationären Sektors kompensiert werden.
Verstanden?
am Sonntag, 9. Januar 2005 um 09:50
 

übliches Gesülze

das ist ja ganz billige Trickkiste.

Frag Dich doch mal, warum der Verwaltungswasserkopf so groß wird. Früher, vor dem DRG-Zeitalter brauchte man keine Medizincontroller.

Bitte, wenn Ihr wollt macht Ihr doch meinen Job nebenbei. Kein Problem. Aber wer jammert denn immer über Bürokratie und MDK-Anfragen?

Gruß vom
medizincontroller
am Sonntag, 9. Januar 2005 um 09:55
 

Controllerschule revisited

Moin.

> Zitat einer Studie aus 2000:
> Das Sterben der Krankenhäuser: Jedes dritte von der Schließung bedroht

Kann schon sein, das habe ich auch nicht bestritten. Ich bestreite aber, daß sich davon die Patienten in Luft auflösen werden. Es ist ja nicht so, daß in den Kreiskrankenhäusern nur Pickel ausgedrückt werden.

>> Nach Hause gehen und sterben?"
> Die werden ambulant behandelt, ...

Schön, bloß von wem? Der Mangel an niedergelassenen Kollegen hier im Osten ist Dir nicht entgangen? Wenn Du die ambulante Versorgung im Krankenhaus ausbauen willst, müsssen neue Leute eingestellt werden. Auch MVZs lassen sich ohne Ärzte schlecht betreiben.
"25% der Ärzte werden die Arbeit verlieren" ist schlicht Bangemacherei.

> Ich bekomme täglich etwa 20 Anfrage der Krankenkasse zu diesem Thema.
Und? Ist ein relevanter Anteil daran bererechtigt?

> Wieviele Ihrer stationären Patienten könnten ambulant behandelt werden ?
Null. Intensivstation :-)

Gruß
Wurst
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Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte

Ärzteschaft im Umbruch: Die Ausbeutung der Arbeitskraft und die Überlastung insbesondere junger Ärztinnen und Ärzte hat das Deutsche Ärzteblatt in mehreren Beiträgen thematisiert. Auch auf dem 104. Deutschen Ärztetag in Ludwigshafen war es ein zentrales Thema. Der Druck dürfe nicht weiter von oben nach unten weitergereicht werden, hieß es. Dieses Forum soll den Ärzten als Plattform für den persönlichen Erfahrungsaustausch dienen. Wir bitten, dabei auf persönliche Verunglimpfungen und insbesondere auf Namensnennungen zu verzichten. Die Redaktion behält sich vor, derartige Beiträge zu entfernen

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