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am Montag, 12. September 2005 um 00:58
 

Fachärztin Kinderärztin Niederlassung Östereich nur Privatärztlich tätig

Nun habe ich von der Möglichkeit erfahren, daß in Ärztehäusern in Österreich (auch eine recht neue Sache) in Österreich immer wieder Kinderärzte gesucht werden, es sich dann aber oft nur um eine privatärztliche Tätigkeit handelt ohne momentan die Kassenzulassung zu bekommen, da noch recht viele Kassenärzte für Kinderheilkunde in den Regionen zugelassen seien.
Nun stellen sich für mich einige Fragen:
In Österreich scheint ja jeder eine "Grundkrankenkassenversicherung" zu haben, die man dann mit privater Zusatzversorgung "aufstocken" kann.

1) Worauf muß ich achten, wenn ich mich als Fachärztin für Kinderheilkunde in Österreich privatärztlich niederlasse?

2) Wie werden sich die Patienten im Vergleich zu Deutschland unterscheiden oder gleich sein?

3) Liegt in Österreich eine Zukunft in der Privatärztlichen Versorgung als Kinderärztin und wie ist die Planung in Bezug auf Kassenarztsitze in Zukunft?
(Pensionerungswelle?)

Wer hat Erfahrung in Bezug auch Kinderärzte?

Ich habe erfahren, daß die Schweiz im Moment zumindest einen Bedarf an ausländischen Allgemeinärzten bekommt

Über Ideen und Hinweise wäre ich sehr dankbar.
am Montag, 12. September 2005 um 08:41
 

Für rechtliche und versicherungsrechtliche

Fragen ist in der Regel die jeweilige Landesärztekammer zuständig bzw. die Österreichischen Ärztekamme (googeln !). Man muß sich als Nicht-Kassenarzt ohnedies beim jeweiligen Versorgungswerk pensions - und krankenzwangsversichern, hier ist der "Zusatzleistungsdickicht" recht kompliziert, sodaß keine allgemeine Aussagen getroffen werden können.

Würde ohne ausreichende Krankenhaustätigkeit in der Region keine reine Privatarzttätigkeit in Österreich ins Auge fassen, da die Umfeldkenntnis extrem wichtig ist.

"Zuzug" von außen wird nicht gerne gesehen, es gibt genügend pädiatrischen Nachwuchs, weiters bestehen Wartelisten auf Kassenverträge, die (offiziell) jahrelanges Anstellen bedeuten können und deren Transparenz und Objektivität durchaus kritisch betrachtet werden muß.

Am ehesten könnte ein Einstieg noch über die Neonatologie erfolgen - wird z.B. gerade im St.Johann Spital Salzburg gesucht ( in der Klinik !).

Die Geburtenraten in Österreich sind ähnlich niedrig wie in Deutschland, kinderpsychiatrische Versorgung ist praktisch inexistent im Niedergelassenen Bereich. "Ballungsräume" (sämtliche Universitätsstädte) sind überlaufen, hier werden auch die Anfeindungen der Kollegen recht groß sein.

Generell geht die gesundheitspolitische Tendenz Richtung Bindung der Fachärzte an die Landesspitäler - zumindest im Burgenland, in NÖ und der Steiermark.

Das Einsparungspotential im Gesundheitswesen ist im Gegensatz zu Deutschland noch nicht einmal gestreift worden, sodaß hier gerade im niedergelassenen Bereich in den nächsten Jahren einiges zu erwarten ist.

Keine Illusionen: Machbar, aber sicherlich ohne "Mundpropaganda" und "Spezialangebote" zumindest aauf nicht näher absehbare Zeit von fraglicher finanzieller Qualität.

Pädiater gelten in Österreich traditionell als die "ärmste" Facharztspezies und ist teilweise auch schlecht ausgebildet. Zudem ist Pädiatrie Teil der Allgemeinmedizinerausbildung, sodaß man auch denen in die Quere kommt.....

am Montag, 12. September 2005 um 12:33
 

kenne

2 leute, die den schritt in die reine privatpraxis nicht bereut haben. diese sitzen aber auch an markanten punkten (airportcenter, innenstadt 1a lage im bankenviertel). man muss einen langen atem haben, einige zeit ohne einkünfte (aber ausgaben!) leben können. und ob die ösis oder schweizer zum reinen deutschen arzt gehen, der keine spezialität hat, wage ich zu bezweifeln.
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Österreich

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