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am Samstag, 22. Oktober 2005 um 13:41
 

Harsche Worte für einen ehemaligen (eher malignen?) Krankenpfleger!

MedMax hat vielleicht zu früh den Absprung vom Beruf der Pflege gemacht, um nun von ihrer Professionalisierung zu profitieren. Dass er nun Frust darüber schiebt, zur anstrengenden chefigen Medizin gewechselt zu haben und nun auch noch unbotmäßig von uns Pflegeemanzen behandelt zu werden, ist verständlich, aber nicht unser Problem.

am Samstag, 22. Oktober 2005 um 17:15
 

er kann´s nicht lassen...

Bin aber trotzdem froh Sie noch hier zu haben, sonst würden wir uns ja tatsächlich immer nur gegenseitig bemitleiden :-).
Und so ein pflegewissenschaftliches Feindbild serviert zu bekommen ist ja zwischendurch ganz erfrischend.
Aber machen Sie die Kollegen damit nicht zu böse, sonst wird am Ende noch ganz vergessen daß im Moment das Hauptproblem nicht die zickige Schwester oder der blasierte Herr Doktor ist.
am Sonntag, 23. Oktober 2005 um 12:01
 

Der "kollektive Unmut der Ärzteschaft" - eine Illusion?

«Heute befinden wir uns an der Schwelle der Rationierung von Gesundheitsleistungen. Denn auf Dauer ist der medizinische Fortschritt auch bei optimaler Ausschöpfung aller Rationalisierungmöglichkeiten unter dem Budget nicht zu finanzieren.»

«Würde die Selbstverwaltung abgeschafft, wären Anonymisierung, Deprofessionalisierung und weitere Mangelverwaltung nicht mehr aufzuhalten.»

Prof. Jörg-Dietrich Hoppe,
Präsident der Bundesärztekammer
in, Das ärztliche Grundrecht der Handlungsfreiheit ist bedroht, DÄBl-Online

Z
itate des Präsidenten der BÄK aus dem Jahre 2002, die als ein Ausdruck der „Ohnmacht“ der Ärzteschaft, insbesondere der Klinik- und Vertragsärzte gewertet werden dürfen und es scheint, dass die berufsständige Selbstverwaltung mit ihren Institutionen mehr denn je gefordert ist. Die prinzipielle Dichotomie von „Kapital und Arbeit“, zumal in einer abhängigen Beschäftigung, gilt es zu überwinden und insofern deutet der Hinweis auf die „Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte“ auf eine eigentlich archaische Form der Auseinandersetzung, den „kollektiven Streik“ der Ärzteschaft hin. Punktuelle Warnstreik zeitigen offensichtlich keine Konsequenzen und die Ärzteschaft setzt sich zunehmend der Gefahr aus, dass ihr (verhaltener Protest) als ein „politischer Streik“ enttarnt wird, der nach der Rspr. des BAG freilich nicht zulässig ist. „Politischer Streik“ deshalb, weil unseren politisch Verantwortlichen, allen voran Ulla Schmidt, bei der Ausgestaltung der Sozialversicherungssysteme eine große Einschätzungsprärogative zukommt und dieser gesundheitspolitische Irrweg zum Leidwesen vieler auch noch demokratisch legitimiert ist.

Sofern also die Ärzteschaft um ihre berechtigte Forderungen zu kämpfen gedenkt, sollten diese in ihren berufsständischen Institutionen um „aktive Unterstützung“ werben; Art 9 III GG eröffnet auch den Ärzten eine „kollektive Wahrnehmung“ ihrer Interessen und es bleibt abzuwarten, ob der „Protest“ auch „Früchte“ davon tragen wird…oder sich die Mühen in „Luft auflösen“ und demzufolge in einer Kapitulation vor den „Marktbedingungen“ münden.

Mit freundlichen Grüßen
advokatus diaboli
am Sonntag, 23. Oktober 2005 um 12:49
 

Hoppe sollte in Rente gehen

Wenn ein Drittel aller Studienabgänger was anderes macht oder ins Ausland geht ist das auch sein Verdienst.
am Sonntag, 23. Oktober 2005 um 13:47
 

Wieso ? Die Privatisierung des Mehrwerts, den

diejenigen 60 % versklavten Jungspunde, deren Ausbildung mit von allen Steuerzahlern hochsubventionierten "Studienplätzen" als Grundinvestition läuft, als Nicht-Weiterbildung in den KLiniken und Praxen liefern, ist doch rechtlich und gesundheitspolitisch sanktioniert.

Das hat man davon, wenn die Öffentlich Hand die Verwertungsketten so leichtfertig aus ihrer Machthand gibt.
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Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte

Ärzteschaft im Umbruch: Die Ausbeutung der Arbeitskraft und die Überlastung insbesondere junger Ärztinnen und Ärzte hat das Deutsche Ärzteblatt in mehreren Beiträgen thematisiert. Auch auf dem 104. Deutschen Ärztetag in Ludwigshafen war es ein zentrales Thema. Der Druck dürfe nicht weiter von oben nach unten weitergereicht werden, hieß es. Dieses Forum soll den Ärzten als Plattform für den persönlichen Erfahrungsaustausch dienen. Wir bitten, dabei auf persönliche Verunglimpfungen und insbesondere auf Namensnennungen zu verzichten. Die Redaktion behält sich vor, derartige Beiträge zu entfernen

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