Der Kernsatz ist wohl: "Eltern sind... für Ihre Kinder verantwortlich". Schule, Medizin, etc sollen (und KÖNNEN) nur Hilfestellung geben. Wenn das Kind in der Schule nicht die erhoffte/erwartete Leistung bringt, so sind selbstverständlich die Lehrer schuldig oder das Kind ist krank. Ist halt einfacher so, brauche ich mir selber über meine Fernseh/Video/Gameboy-Erziehung keien Gedanken mehr machen...
Natürlich nicht! Genau DAS predige ich doch schon seit zwei Tagen!!!
>Ich habe eigentlich kein Verständnis dafür Interesselosigkeit an Kindern als Krankheit zu bewerten....... und haben dann keine Lust mehr sich darum zu kümmern. Das ist schade aber KEIN MEDIZINISCHES Problem.<
Genau darum geht's mir doch auch. Habe ich mich denn so missverständlich ausgedrückt? Genau in diesem Sinne hatte ich den Beitrag des bvkjpraesidenten verstanden und ihm zugestimmt. Ich sehe auch nicht ein, weshalb Erziehungsdefizite auf Kosten der Krankenversicherungen behobenwerden sollen.
Allerdings darf man nicht tatenlos zusehen,wenn Kinder vernachlässigt werden, und notfalls muss dann eben professionelle Erziehnung und Förderung stattfinden, entweder in einer Pflegefamilie, einem Heim oder ambulant durch Ergotherapeuten, Logotherapeuten usw. . Wenn's zuhause zu chaotisch zugeht, brauchen solche Leute auch häusliche Unterstützung (z. B. durch einen Sozialpädagogen), wie es im WDR-Bericht gezeigt wurde.
Mein Vorschlag: Kürzung des Kindergelds für Eltern, die ihren Pflichten nicht nachkommen und Bezahlen der Ergotherapie usw. nicht durch die Krankenkasse, sondern durch Abzug der Therapiekosten vom Kindergeld. Vielleicht hätte das auch erzieherische Wirkung auf die Eltern.
Noch etwas dazu: >>Es gibt halt Eltern, die meinen zur Befriedigng ihrer Triebe Kinder haben zu müssen und haben dann keine Lust mehr sich darum zu kümmern. Das ist schade aber KEIN MEDIZINISCHES Problem.<<
Es ist vor allem kein medizinisches Problem, wenn eine Frau, die schon vierzehn vernachlässigte Kinder hat, nicht schnell wieder schwanger wird. Eine Hormonbehandlung auf Kosten der Krankenkasse halte ich in diesem Fall für absolut nicht notwendig. M. E. sollte man mal überlegen, ob ein Arzt, der eine solche Behandlung auf GKV-Kosten macht, in Regress genommen werden sollte.
Davon abgesehen, schwanger zu werden ist zur Triebbefriedigung nicht nötig. Ich frage mich, weshalb jemand, der schon vierzehn Kinder hat, mit denen er offensichtlich überfordert ist,noch mehr Kinder haben will. Da fällt mir nur was ganz Ketzerisches ein.................................
Das ist mal wieder ein Thema nach meinem Geschmack. Festgestellt wurde hier im gros, daß es nicht Aufgabe von Ärzten oder anderen medizinischen Berufen, Erziehungsmängel oder Mängel unseres Schulsystems auszugleichen. Stimmt. Da ich auch immer wieder mit Kindern zu tun habe, die AD(H)S bedingte Probleme haben, möchte ich aber mal mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen: Dieses Syndrom entsteht nicht auf grund mangelnder Erziehung oder unfähiger Eltern. Es handlet sich hier bei um eine Entwicklungsverzögerung bis zu 30%, die den Kindern in logischer Konsequenz in der Schule besonders, Probleme macht. Ritalin oder andere Medikamente als "Doping" zu bezeichnen, ist nun wirklich unfair. Dieses Medikament hilft den Betroffenen bei richtiger Dosierung gerdazu auf wunderbare Weise. Computer und Fernsehkids: Das ist die WElt von heute, liebe Kolegen! Die Zeiten, in denen man noch mit dem Fahrrad zusammen um die Häuser zog, sind in der Stadt zumindest, vorbei. Und ein seelisch geusnder Mensch wird, vorausgesetzt, er spielt altersgerechte Spiele und guckt nicht gerade mit 10 Jahren Rambo oder sowas, auch nicht agressiver als andere Kinder. Größere Schwierigkeiten scheinen die Kinder durch die oft katastrophalen Familienverhältnisse zu haben. Scheidung, Alkoholsucht etc. Fakt ist aber auch, daß es in D immer schwieriger wird, eine Familie zu ernähren und zu unterhalten (fianziell). Wer heute mehr als ein Kind hat, gilt ja schon als asozial. Und unfair finde ich auch die Unterstellungen, die meisten kinderreichen Familien hätten ihre Kinder nur des Geldes wegen. Sicher, solche Familien gibt es. Aber nicht umsonst gehen in D die Lichter aus, weil wir uns zu fein sind, Kinder zu kriegen und zu groß zu ziehen. Eine Familie ist hier Armutsfaktor Nr.1! Da kann man noch so gute Vorsätze haben; irgendwann resigniert man, wenn die Lebensbedingungen so schwierig sind, daß man sein Kind in die Arche zu essen schicken muß. Es ist nicht immer böser Vorsatz, der Eltern dazu treibt, sondern oft die blanke Verzweiflung!
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