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am Dienstag, 25. Juli 2006 um 16:54
 

Schlichtung von VKA einstimmig abgelehnt! Bloss 10% Gehaaltskuerzung "nicht finanzierbar"!

So sieht's aus (Tagesschau-Meldung):
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5749366_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

"Im Tarifkonflikt der Ärzte an den kommunalen Kliniken haben sich die Arbeitgeber gegen eine Schlichtung entschieden. Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) sehe in einer Schlichtung angesichts des Verhaltens der Ärztegewerkschaft Marburger Bund keinen Sinn, sagte VKA-Präsident Thomas Böhle in Frankfurt. Das Präsidium und die Mitgliederversammlung der VKA hätten einen entsprechenden Beschluss einstimmig gefasst, berichtete Böhle. ...Laut Böhle kann das Ergebnis einer Schlichtung zwangsläufig nur zwischen den Angeboten beider Seiten liegen. Das sei für die Kommunen nicht finanzierbar. "

Fazit: Der MB fordert 5% Gehaltskuerzung (TV-Ä statt BAT), der VKA fordert 15% Gehaltskuerzung. Wenn nun ein Schlichter 10%Kuerung beschliessen wuerde, so waere das fuer die Kommunen "nicht finanzierbar".

Wahnsinn. Boehle und Co. sind ja noch haerter drauf als Möllring!
am Dienstag, 25. Juli 2006 um 17:11
 

MB-Ehl ist schon fast weichgeklopft

Kaum hat der VKA Haerte gezeigt und die vom MB vorgeschlagene Schlichtung abgelehnt, zeigt sich der MB/Ehl schon weicher:
"Ärzte-Vertreter Ehl. «An den Krankenhäusern muss bald wieder gearbeitet werden.»
... «Ich sehe Möglichkeiten, uns weiter anzunähern.»
«Ein Kompromiss liegt mit dem TDL-Abschluss ja schon auf dem Tisch – dort wurden auch nicht alle unserer Wünsche verwirklicht.» "

Statt der harten VKA-Ablehnung jetzt umso haertere Streiks und juristische Mittel (Fortgeltung des BAT) entgegenzuschleudern, findet man langsam den Uebergang in einen Schmusekurs.
Wie Montgomery 2 Tage vor den letzten Verhandlungen mit Moellring, so wird auch diesmal den Medien erzaehlt: "Wir Aerzte koennen nicht ewig streiken." und: "Die Laender (demnaechst: Konmmunen) haben uns weichgeklopft" und dann wird die Gehaltskuerzung unterschrieben und von 86% abgesegnet.

am Dienstag, 25. Juli 2006 um 17:12
 

Link

Ich vergas den Link zu Ehls Aussagen auf die Ablehnung der VKA zu einem Schlichtungsverfahren:

http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/427176.html
am Dienstag, 25. Juli 2006 um 18:13
 

?

Schöne Trickrechnungen stellen Sie da wieder an. Wahrscheinlich wieder, wie der MB, ersteinmal längst gekürztes Weihnachtsgeld raufgerechnet und andere Tricksereien wie Herunterrechnung auf 38,5 h usw., um zu diesem Ergebnis zu kommen oder wie wollen Sie zu den Zahlen kommen? Sie wollen wohl kaum behaupten, dass von dem Gesamtgehalt, was ein Arzt im Juli bekommt, aus ein Abschlag bei den Forderungen des MB stehen würde. Ohne Tricks lässt sich dieses Ergebnis wohl kaum erzielen.
am Dienstag, 25. Juli 2006 um 23:45
 

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Weihnachtsgeld

von den Kommunalkrankenhäusern im BAT nicht gekündigt wurde, dasselbe gilt für Urlaubsgeld.
Die BAT-Vergleiche des MB (aus denen meine Angaben stammen) sind auch Trickserei. Falls Sie keine Ahnung haben, kann Ihnen gerne geholfen werden:
BAT-Gehalt besteht aus Grundbezug, der sich nach dem Alter und der Gehaltsstufe (junge Assistenten BAT II bzw. IIa, ältere Ib, ältere Fachärzte Ia) richtet, Ortszuschlag (Familienstand/Kinderzahl), Allgemeiner Zulage, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Enstprechende BAT-Gehaltstabellen gibt es online, z.B. hier: http://www.tarifunion.dbb.de/verguetungstabellen/verguetungstabellen_2004/G_West_2004.pdf
Fairerweise rechnet der Marburger Bund in der Regel Berufsanfänger mit 28/29 Jahren (statistischer Altersdurchschnitt der ärztlichen Berufsanfänger) und meist kinderlos oder max. 1 Kind (im ÖD wird beim BAT bislang durchschnittlich 0,8 Kinderortszuschlag pro Gehaltsempfänger bezahlt).
Wenn so von diesem statistischen Durchschnittsarzt ausgehend die BAT-Jahresgehälter mit den im Streik gefporderten TV-Ä Jahresgehältern vergleichen würden, würden sie das Geschrei der VKA-Leitung kaum mehr nachvollziehen können: Die Kosten im TV-Ä wären im Durchschnitt niedriger als nach altem BAT!
Ich glaube eine derart große Täuschung der Öffentlichkeit hat es in der Tarifgeschichte Deutschlands noch nie gegeben, wie das, was bei den Ärztetarifen derzeit abgezogen wird: Eiskalte Gehaltskürzungen werden der Öffentlichkeit mit "15-20% mehr" verkauft - oder heute Prof. Foit/VKA im Fernsehen: "bis 600 Euro mehr" obwohl sein Angebot in Wahrheit 15% weniger bedeutet!
Offenbar denkt man - nicht ganz zu Unrecht - "mit den Ärzten kann man´s machen"...
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Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte

Ärzteschaft im Umbruch: Die Ausbeutung der Arbeitskraft und die Überlastung insbesondere junger Ärztinnen und Ärzte hat das Deutsche Ärzteblatt in mehreren Beiträgen thematisiert. Auch auf dem 104. Deutschen Ärztetag in Ludwigshafen war es ein zentrales Thema. Der Druck dürfe nicht weiter von oben nach unten weitergereicht werden, hieß es. Dieses Forum soll den Ärzten als Plattform für den persönlichen Erfahrungsaustausch dienen. Wir bitten, dabei auf persönliche Verunglimpfungen und insbesondere auf Namensnennungen zu verzichten. Die Redaktion behält sich vor, derartige Beiträge zu entfernen

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