Pflegerat kritisiert Lohnforderungen der Ärzte massivst
"Die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Marie-Luise Müller, hat die Lohnforderungen der Mediziner an den kommunalen Krankenhäusern kritisiert. Es werde eine " Erpressung zu Lasten des Pflegepersonals" vorgenommen. Durch die "überzogenen Forderungen" könnten bis zu 50.000 Stellen in der Pflege wegfallen."
"Müller: ...Und ich möchte noch einmal sagen, es gibt keine Medizin ohne Pflege. Und darüber soll sich die Ärzteschaft im Klaren sein: Das bisher gute Arbeitsklima, was durchaus stattgefunden hat, dass das jetzt durch die Ärzteschaft kaputtgemacht wird.
Simon: Was bedeutet das denn ganz konkret für die übrigen Klinikangestellten in den kommunalen Kliniken, wenn die Ärzte jetzt wirklich 15 Prozent mehr Lohn bekommen?
Müller: Das heißt, dass dann innerhalb des Krankenhauses das Gesamtbudget - wie Sie wissen, wir haben 80 Prozent Personalkosten, und diese 80 Prozent Personalkosten bedingen hauptsächlich Pflege und Ärzteschaft - das heißt, es werden Köpfe rollen, sage ich ganz einfach. Es werden weniger Pflegekräfte in den Krankenhäusern zur Verfügung stehen, weil das Geld vom Pflegebudget verwendet werden muss, um die höheren Tarifabschlüsse der Ärzte zu finanzieren. Grundsätzlich heißt es, die Ärzte nehmen sich viel, viel mehr aus dem Gesamtbudget und das Restbudget bleibt dann für alle übrigen Beschäftigten des Krankenhauses. Und das kann doch wohl nicht zu einer Verbesserung des Klimas führen." http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/524852/
Fazit: Statt "30% mehr" (in Wahrheit aber 5% weniger als BAT), waere es gleich besser gewesen nur BAT plus vernuenftigen Inflationsausgleich zu fordern. Voellig falsche Strategie, die uns zu Unrecht voellig isoliert. Der MB muss nun massivst (!!) - nicht nur versteckt in irgendwelchen HP-Links - klarmachen, dass die Angebote der Arbeitgeber bisher LOHNKUERZUNGEN darstellen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ärzteschaft im Umbruch: Die Ausbeutung der Arbeitskraft und die Überlastung insbesondere junger Ärztinnen und Ärzte hat das Deutsche Ärzteblatt in mehreren Beiträgen thematisiert. Auch auf dem 104. Deutschen Ärztetag in Ludwigshafen war es ein zentrales Thema. Der Druck dürfe nicht weiter von oben nach unten weitergereicht werden, hieß es. Dieses Forum soll den Ärzten als Plattform für den persönlichen Erfahrungsaustausch dienen. Wir bitten, dabei auf persönliche Verunglimpfungen und insbesondere auf Namensnennungen zu verzichten. Die Redaktion behält sich vor, derartige Beiträge zu entfernen