Dein provokanter Kommunikationsstil zeugt von wenig Hirn, und das Herz, sprich den Idealismus, spreche ich Dir auch ab. Ansonsten schließe ich mich den Worten des Vorschreibers an. Wenn Du im Ausland Fuß fassen willst, und in dieser Richtung hast Du Dich ja hinreichend geoutet in anderen Postings, dann solltest Du Dir besser eine andere Tonart angewöhnen. Andernfalls mehrst Du nur zu unser alles Leid den Ruf vom hässlichen Deutschen. In dem Fall bleib lieber hier. Hier findest Du genug Motzer, mit denen Du, wie Du es ja bereits immerhin vermutest, nicht wirklich weiterkommst. Deine Fragen mag ich Dir nicht beantworten, das gibt Dir nur weitere Anlässe noch mehr dummes Zeug zu schwafeln. Mabuse
leider stimmt es, dass die gefahr eine überdosis frustration auf dem weg zum facharzt- wenn man ihn normal mit idealismus begehen möchte- zu erhalten sehr sehr hoch ist.
mein weg war so einer, ich würde ihn nicht nochmal machen wollen. afmüpfigkeit und kampfgeist rentieren sich nicht. besser so schnell wie möglich durchschleimen und den facharzt abhaken. sich selbst zu liebe.
dass in deutschland - im kurativ-klinischen bereich- sich so schnell nichts ändern wird ist spätestens seit der peinlichen pleite des mb klar! und im ambulanten bereich läufts auf eine sozialisierung des gesundheitssystems hinaus aber mit kapitalistischen nachteilen einer sogenannten freien marktwirtschaft.
trotzdem: die lebenswege sind vielfältig: meine beste schulfreundin hat ihren facharzt hingeworfen und ist in die versicherungsbranche gegangen als gutachterin bei einer assistence für auslandskrankenschutz. und wurde zufrieden!!!
eine andere schulfreundin angelte sich bei ihrer ausbildung zum facharzt für gyn einen gleichausgebildeten mann, heiratete, bekam kinder und arbeitet ein weinig in seiner superpraxis in münchen mit. hat also familie und beruf vereint. ist auch zufreiden!!!!
die wege sind vielseitig, wenn man die augen aufmacht und sich ständig hinterfragt. will ich das wirklich, wo gibts nischen und bitte nur zu meinem vorteil. es ist vergeudete zeit, sich für ein besseres system in d einzusetzen. hier ist ein gesunder egoismus überlebenswichtig. aber sie denken schon vor dem berufststart und laufen nicht blind ins verderben und das wird sie weiterbringen!!!
die angestellte ärztliche arbeit im mvz sehen hier viele naiv
den ausführungen von ihnen ist zwar zu zustimmen, aber viele hier in den foren meinen im mvz steht ihnen eine angenehme zukunft bevor. die sollten sich nicht täuschen, private betreiber werden knallhart druck machen, wenn der ertrag nicht wie geplant kommt und vielleicht auch wieder unrentable mvz schließen. man ist hier nicht wie in schweden beim staat angestellt. ob dies eine empfehlung für die zukunft sein kann? ein angestellter arzt wird sich nicht so ausbeuten lassen, wie ein niedergelassener arzt sich selbst ausbeutet, wenn es um das überleben geht! deshalb werden die mvz nicht das ganze land überro0llen und es kann auch sein, dass sich manche mvz nicht wirtschaftlich halten können. natürlich haben die mvz viele vorteile durch kostensparen usw. die unterfinanzierung unseres ambulanten medizinischen systems und die erhebliche bürokratie in diesem können sie aber nicht ändern
Zitat=mimas: > private betreiber werden knallhart druck machen, wenn der ertrag nicht wie geplant kommt und vielleicht auch wieder unrentable mvz schließen. man ist hier nicht wie in schweden beim staat angestellt.<
@mimas:
Von privaten Klinikketten betriebene MVZs lehne ich aus den selben Gründen wie Sie ab. Mein Vorschlag wären MVZs in öffentlicher Trägerschaft; also von Kommunen oder Landkreisen betrieben, ähnlich wie andere kommunale Einrichtungen. Sie sollten nicht gewinnmaximiert arbeiten, sondern nur ohne Verluste. Ärzte sollten nach TV-Ä Entgeltgruppe 3 bezahlt werden. Das müsste ganz grob geschätzt etwa der Bezahlung von Ärzten an schwedischen Vårdcentralen entsprechen läge netto etwa im Bereich der meisten Richtergehälter.
Wer weiß, ob die Finanzierung des Gesundheitswesens immer gleich bleibt. Eine Subventionierung strukturschwacher Gebiete ist jederzeit möglich, wenn bestimmte Vorgaben erfüllt werden (Vertragliche Bindung etc.), die wiederum nur von großen Ketten wirtschaftlich erfüllbar sind. Die MVZs werden ja nicht nur als einzelne Einheiten einer Rentabilitätsprüfung unterzogen, sondern sie sind als Einweiser für die Zentren ein wesentlicher strategischer Faktor. Die Medizin wird streng nach Leitlinien und DRG-Optimierung betrieben, wer sich nicht daran hält, wird diszipliniert. Für die meisten ist das bereits jetzt Alltag und nicht ungewöhnlich. Wem diese Art von Gesundheits-Fließbandarbeit gefällt, der wird vermutlich auf niedrigem Niveau zufrieden sein. Paradiesisch wird es sicher nicht, es muss schließlich eine gute Rendite erwirtschaftet werden. Ob für freie Praxen eine Nische bleibt wage ich zu bezweifeln. Vielleicht im Esoterik-Bereich? Alle Fachgebiete, die sich prozessgesteuert und optimiert betreiben lassen, werden von den Klinikketten geschluckt. Wer an diese schöne neue Welt nicht glauben mag, soll doch mal ohne rosa Brille die Entwicklung seiner Arbeitsorganisation und die aktuellen Vorgaben der Verwaltungen ansehen. Viel Unterschied ist da in den meisten Fällen nicht mehr. Den Patienten wird das Ganze als unbedingt erforderliche Kosteneinsparung verkauft. Die Klinikkonzerne sind mit einem immensen PR-und Werbebudget in der Lage, der Mehrheit der Bevölkerung jeden möglichen Blödsinn glaubhaft zu vermitteln. Wenn sie dann merken, dass sie das eigentlich nicht wollten, ist nicht mehr umkehrbar.
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