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am Freitag, 8. Juni 2007 um 13:54
 

Uniklinik Essen "verkaufte" Organe!? - Artikel von heute:

Skandal in Deutschland: Organe für Geld

Der Skandal um Organtransplantationen gegen Geldspenden an der Essener Uniklinik weitet sich aus.

Die Staatsanwaltschaft prüfe bereits 80 Verdachtsfälle, bestätigte eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium am Freitag in Düsseldorf. Sie beschränkten sich aber allein auf die Uniklinik Essen.

Im Zentrum der Ermittlungen steht demnach weiterhin Chefarzt Christoph Broelsch, der von seinen Patienten Spenden an die Essener Klinik zwischen 5.000 und 10.000 Euro für eine beschleunigte Vergabe von Operationsterminen verlangt haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner Erpressung von Patienten und unlautere Machenschaften bei einer Organtransplantation vor. Der Chirurg und Professor wies die Anschuldigungen erneut entschieden zurück: «Die Eingehung einer Operation war für mich nie von einer Spende abhängig,» sagte er der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Die Patienten, die von ihm behandelt werden wollten, müssten sich nach seinem Operationskalender richten, der sich ausschliesslich an medizinischen Erfordernissen orientiere, betonte er.

In früheren Interviews hatte Broelsch bereits erklärt, lediglich einzelnen Kassenpatienten angeboten zu haben, bei einer Behandlung gegen eine Spende auf sein Honorar zu verzichten. Laut Broelsch müssen Kassenpatienten, die von ihm persönlich behandelt werden wollen, wegen des deutschen Kassenrechts die Zusatzleistung selbst zahlen. «Im Gegensatz zur Ablehnung einer Operation habe ich die Spende für eine goldene Brücke gehalten, als Entgegenkommen für meine Offenheit gegenüber Patienten, die ihre letzte Hoffnung in mich setzten.» Von den Spendengeld habe er aber keinen Cent gesehen, betonte er. Das Geld sei auf ein Konto der Klinik geflossen.

Die Universität Duisburg-Essen hatte am 22. Mai ein Disziplinarverfahren gegen den Arzt eingeleitet, von einer Dienstenthebung bislang jedoch abgesehen. Bekannt geworden waren die Vorwürfe gegen Broelsch durch eine Krebs-Patientin, die sich vergeblich um einen Operationstermin bemüht haben soll. Nach drei geplatzten Terminen soll der Kassenpatientin gegen eine 5.000 Euro Spende ein Platz für eine Lebertransplantation angeboten worden sein.

Auf die inzwischen 80 Verdachtsfälle ist die Staatsanwaltschaft laut Wissenschaftsministerium durch eigene Ermittlungen wie auch durch potenziell Betroffene gestossen. Ungefähr 40 Personen hätten sich seit der Veröffentlichung des Skandals bei der Staatsanwaltschaft gemeldet, sagte die Sprecherin.

Quelle: AP
am Freitag, 13. Mai 2011 um 12:31
 

Da kann man ja gleich...

...alle zwei Wochen 500 ml Blut spenden und damit zehn Euro verdienen.

(Das würde dann alles noch teurer werden!Momentan kostet das finanziell gesehen wertvollste Blutprodukt, das Erythrozytenkonzentrat, ca. 80 €. Plus 10€ bedeutet das:90€ !)

Wer soll das denn zahlen????????
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Organspende

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