Die niedergelassenen Fachärzte werden aussterben, und das ist gut so. Die Lücke wird viel effizienter von Kliniken und MVZ (evtl. krankenhauseigenen) geschlossen, was schon recht gut bei unseren Nachbarn (z. B. Holland) funktioniert. Was Hausärzte angeht, die werden im neuen System an Bedeutung gewinnen.
sehe dem recht positiv entgegen. mit dem einzigen vorbehalt dass ich hoffe dass MVZ NICHT in die hände privater kommen. hoffe dass diese weiterhin staatlich geregelt bleiben.
das wäre für mich die einzige alternative zurückzukommen. ein hausarztdasein wie in dem verzweifelten lagebericht letztens hier gepostet wurde kommt für mich nicht in frage.
bei allen vor- und nachteilen ist das allgemeinarztdasein in einem schwedischen MVZ auf jeden fall viel angenehmer für ärzte als der stress mit der eigenen praxis. und kosteneffizienter ist es obendrein.
Auszug aus einem ehemaligen Beitrag von frogdoc: Fakt für die, in diesem Land und Gesundheitssystem Bleibenden ist (verweise auch auf andere aufschlussreiche Beiträge):
- die Abnahme der Bettenkapazität von 30-40 % auf internationales Niveau, mit daraus resultierenden Klinikschließungen, ist politisch gewollt und beschlossen - Der Abbau der flächendeckenden Grundversorgung auch im Niedergelassenenbereich und Verringerung der fachärztlichen Doppelversorgung wird zu massiven Praxissschliessungen und – Pleiten führen - Überlebende Kliniken werden medizinische Versorgungszentren aufbauen und Fachärzte/Allgemeinmediziner „unselbständig“ ohne einen eigenen Kassensitz anstellen - Insgesamt führt dies zu einer (betriebswirtschaftlich gesprochen) enormen Personalfreisetzung mit einem Überangebot bezüglich der dann zu besetzenden Stellen. Der dann 40-50 jährige erfahrene Facharzt wird dann wohl wegen Besitzstandswahrung, hoher Stufenzugehörigkeit etc. das Nachsehen gegenüber dem jungen und billigen Berufsanfänger haben. Dieser jedoch muss sich dann aber auch wieder mit den, aus der Vergangenheit, bekannten Arbeitsbedingungen arrangieren – nur dann auch noch mit deutlich geringerem Einkommen. - Jeder ins Ausland abwandernde Arzt ist wegen Verschärfung der momentanen Stellensituation trotz anders lautender Aussagen sehr willkommen
Also nochmal von vorne: Bildung und Gesundheitssystem sind die Märkte der Zukunft. Da kann man richtig Kohle machen und mit Raubtierkapitalismusmentalität zuschlagen. Leider sind sie noch zu sehr in öffentlicher Hand. Wird sich aber bald änder, ändert sich übrigends schon die ganze Zeit und nicht nur in D. Das ist ein globales Problem!
MVZ werden in Zukunft Konzernriesen mit furchtbar viel Macht gehören. Die Dienstleister (u.a. Ärzte) werden wie Sklaven behandelt, egal ob sie in Kliniken oder in den MVZ arbeiten! Wer aufmuckt fliegt. Billigärzte sind genug da. Ältere Ärzte haben dann sowiso kaum eine Chance mitzuhalten.
Der TRaum von staatlichen MVZ ist ein klein Mädchen Traum!!
Träumen kann man nur noch davon, in einer Privatambulanz oder Privatklinik elitäres Patientengut behandeln zu dürfen. DAzu muss man irre gut sein und eine Lobby haben. Das schaffen vielleicht 10 % aus einem Studiengang. Der Rest der Ärzte wird billig versklavt werden und den Rest der Bevölkerung behandeln. Der Rest ist der grösste Teil Deutschlands und der wird in Zkunft immer ärmer und älter sein.
FÄ für HNO...vorher in eigener Kassenpraxis in den Neuen Bundesländern...Praxisaufgabe weil irgendwann nur noch Zuschußgeschäft ...jetzt: Eintritt in MVZ... ziemlich genau 4000,- BRUTTO/Monat...ca. 50-60h-Woche, heiße Einläufe seitens des Betreibers/Verwaltung noch und nöcher...Druck,Druck, Druck, weil Betreiber damit ordentlich Cash einfahren will.
Viele Nachwuchsforscher in der Medizin verlassen Deutschland, um dauerhaft in den USA oder in Großbritannien tätig zu werden. Im Gegensatz zu Deutschland könne man dort als Arzt klinische Tätigkeit und Wissenschaft miteinander in
Einklang bringen. Wie beurteilen Sie die Rahmenbedingungen für medizinische Forschung in Deutschland? Ist in den USA und in Großbritannien wirklich alles besser? Mit welchen Maßnahmen könnte der Forschungsstandort Deutschland an Attraktivität gewinnen?