Leider. Denn eigentlich will ja niemand was so richtig verändern. Ein Teil hat sich gut arrangiert. Man adaptiert sich an die Verhältnisse und irgendwann merkt man wohl nicht mehr, dass man am laufenden Band Gesetze bricht, dass man den Patienten eigentlich nach dem eigen ökonomischen Vorteil berät, die Politiker glauben, dass Ärzte alle Millionäre sind, die Krankenkassen Mitarbeiter nie betrügen, dass Milliarden irgendwie versickern ohne, dass man genau weiss wo, dass Patienten wohlweisslich geschädigt werden, da es die eigene Ökonomie oder die des Krankenhauses sonst treffen würde. Du hast es hier mit einem ganz allgemeinen Phänomen zu tun, wie man es überall sieht. Der Top-Manager, der wirklich glaubt einen zweistelligen Millonenbetrag im Jahr wert zu sein, der Politiker , der sich für das A und O hält und meint seine Firmchen seien so ganz legal, dass Osama bin Laden ein Terrorist ist ( witzig, dass er früher als Freiheitskämpfer von den USA unterstützt wurde), dass Folter im Kampf gegen den Terror legalisiert wurde und Ärzte an diesen aktiv teilnehmen usw. Ich habe sicherlich einiges vergessen.
Das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen niedergelassener Ärzte hat inzwischen 160.000 Euro überschritten. Im Vergleich zur Schweiz geradezu traumhafte Verhältnisse! Und das vor dem Hintergrund, daß die Beitragszahler zur GKV nirgendwo in Europa mehr Ärzte finanziell mit durchschleppen müssen.
Klar, es gibt Ärzte, welche sehr viel weniger verdienen. Da muß man sich fragen, wie das kommt? Liegt das an den Honorarordnungen der KV´n? Oder liegt das an den nach dem Prinzip der Kostenmaximierung formulierten Behandlungsleitlinien der fachärztlichen Gesellschaften?
Wie dem auch sei, die Honorierung nach Einzelleistungen sollte zu Gunsten einer Honorierung nach der Zahl der zu versorgenden Versicherten abgeschafft werden. Möglicherweise wäre das mit dem schönen Vorteil verbunden, daß Ärzte endlich ihren Standort dort suchen, wo Bedarf an ihren Leistungen besteht. Möglicherweise würde dies auch zur Anpassung der Qualität an das höhere Niveau der Gesundheitssysteme vieler unserer Partner in der EU zum Ergebnis haben. Denn wenn man die durchschnittliche Lebenserwartung und den Umstand, daß die Morbidität aller europäischen Völker deckungsgleich ist, beleuchtet das die Qualität der medizinischen Versorgung auf wirklich anschauliche Weise. Übrigens auch die Zahl der Arztkontakte, die Folge der Honrarordnungen der KV`n ist. Im Grunde hätte es bei einer Gesundheitsreform um die Wiederherstellung des sozialen Quarakters des berufsstandes zu gehen. Oder anders ausgedrückt: Patienten sind kranke Menschen, keine Kunden.
Das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen niedergelassener Ärzte hat inzwischen 160.000 Euro überschritten. Im Vergleich zur Schweiz geradezu traumhafte Verhältnisse! Und das vor dem Hintergrund, daß die Beitragszahler zur GKV nirgendwo in Europa mehr Ärzte finanziell mit durchschleppen müssen.
Klar, es gibt Ärzte, welche sehr viel weniger verdienen. Da muß man sich fragen, wie das kommt? Liegt das an den Honorarordnungen der KV´n? Oder liegt das an den nach dem Prinzip der Kostenmaximierung formulierten Behandlungsleitlinien der fachärztlichen Gesellschaften?
Wie dem auch sei, die Honorierung nach Einzelleistungen sollte zu Gunsten einer Honorierung nach der Zahl der zu versorgenden Versicherten abgeschafft werden. Möglicherweise wäre das mit dem schönen Vorteil verbunden, daß Ärzte endlich ihren Standort dort suchen, wo Bedarf an ihren Leistungen besteht. Möglicherweise würde dies auch zur Anpassung der Qualität an das höhere Niveau der Gesundheitssysteme vieler unserer Partner in der EU zum Ergebnis haben. Denn wenn man die durchschnittliche Lebenserwartung und den Umstand, daß die Morbidität aller europäischen Völker deckungsgleich ist, beleuchtet das die Qualität der medizinischen Versorgung auf wirklich anschauliche Weise. Übrigens auch die Zahl der Arztkontakte, die Folge der Honrarordnungen der KV`n ist. Im Grunde hätte es bei einer Gesundheitsreform um die Wiederherstellung des sozialen Quarakters des berufsstandes zu gehen. Oder anders ausgedrückt: Patienten sind kranke Menschen, keine Kunden.
Schön, dass sich noch jemand Gedanken darüber macht. Aber das deutsche KV-System ist pervers. Es schafft Ungleichgewicht zwischen Bundesländern und Facharztgruppen und Ärzten, die kaum motiviert sind. Jedenfalls nicht auf Grund von Arbeit, Wissen und Arbeitsleistung.
schreiben Sie doch bitte dieses Buch! Ich bin gerade mit meinem Medizinstudium durch und habe immer noch sehr idealistische Ansichten (viele Kommilitonen bei denen es um Porsche oder nicht Porsche geht, leider nicht :/). Ich würde gerne meine Patienten gewissenhaft behandeln, auf das Andrehen von fraglichen IGeLn und falsche Abrechnungen verzichten.
So ein Buch verändert vielleicht etwas. Das wäre wirklich schön und man müßte als Berufsanfänger keine Angst mehr haben, vom System zermahlen zu werden.
Nach den Klinikärzten gehen nun auch die Niedergelassenen auf die Straße: Kassenärzte protestieren gegen Honorarverluste, Arzneiregresse, Bürokratie und politische Gängelung.