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am Mittwoch, 11. Februar 2009 um 00:41
 

@Hamster und Adonis

@ Acim)Hm, also ich weiß nicht, inwieweit man zwangsuntergebrachte Patienten auf der Psych dazu zwingen kann, Medikamente zu nehmen. Wahrscheinlich wird man im Notfall halt dann einfach zur guten, alten Spritze greifen.
Ich habe neulich einen netten Spruch zu dem Thema gelesen:
Neun von den zehn Stimmen in meinem Kopf sagen, ich sei gesund - die zehnte summt die Melodie von Tetris.
Ich glaube, das beschreibt ganz gut, daß diejenigen, die sich für völlig normal halten wahrschenlich verrückter sind, als sie glauben....Demtentsprechend geht es halt dann auch in der Realität zu.

@Hamster)
Na, da bin ich aber froh, daß mich niemand dabei gesehen hat, wie ich gestern über die rote Ampel ging.....

am Mittwoch, 11. Februar 2009 um 10:08
 

Die rote Ampel

Dann bist du wahrscheinlich gerade so an einer teuren und langfristigen (Zwangs)Schizophreniebehandlung vorbeigekommen.

Hamster
am Mittwoch, 11. Februar 2009 um 10:42
 

Gewalt in der Psychiatrie...

.sieht so aus: Ein Patient der psychisch krank und sehr unruhig und gespannt ist, will sein Medikament nicht nehmen. Man befürchtet einen psychotischen gemeingefhrlichen Anfall und sieht die Medikation als notwendig an. Dann kommt das Fixierteam, der Patient wird in ein Bett 5 Punkt (oder noch mehr) fixiert.Reicht das nicht, dan setzen sich halt noch ein paar Mitarbeiter auf Arme, Beine, Brustkorb während einer die i.m.Spritze in den Oberschenkel gibt. Durch die Schmelztabletten kann man dem Patienten die Tbl. in den Mund (zwischen Zähne und Wange) schieben- er brauch den Mund nicht öffnen und muss nicht schlucken. Dann hält man ihm den Mund zu, damit er das Ding nicht ausspucken kann. Atmen kann er über die Nase. Die Tbl. löst sich auf, der Wirkstoff geht in die Blutbahn.

Es gibt aber viel gemeinere, subtilere Zwangsmedikationen: Die Patienten werden mit Erpressung zur Medieinnahme gezwungen. Die Erpressung kann sein, dass man etwas länger ausgang bekommt oder dass man mal alleine Ausgang bekommt oder dass man einen Antrag beim amtsgericht stellen wird, die Zwangsunterbringung aufzuheben. Grund der patient ist compliant, Krankheitseinsichtig und ausreichend Kritik und Urteilsfähig und Bündnisfähig. Spurt er nicht, dann geht es ihm diesbezüglich schlecht. Solche Methoden sind viel verbreiteter als die klassische Methode, die ich oben beschrieben habe.

Dann kommt noch weiterres hinzu: Wenn sie nicht aufstehen und mitmachen, dann müssen wir Ihnen die Antidepressive Dosierung erhöhen. Neulich hatten Sie Differenzen mit dem sozialarbeiter, Sie sind noch sehr gespannt und brauchen mehr Neuroleptika....
am Mittwoch, 11. Februar 2009 um 13:31
 

real

Ich hatte den Pflegedienst mein letztes Geld ins Dienstzimmer geworfen, da ich annahm das man im Saarland dringend welches braucht.
Darauf wurden 2 bewaffnete Polizeibeamte gerufen, die beim fixieren und der Injektion anwesend waren. *defused*

Hamster
am Mittwoch, 11. Februar 2009 um 14:03
 

Gewalt in der Psychiatrie

Also, ich frage mich ja, wo in D. und vor wievielen Jahren das stattgefunden hat.
Die Methode mit der Zwangsmedikation durch Schmelztabletten kenne ich so auch nicht. Und ich habe auch noch nie jemand auf dem Brustkorb des Pat. sitzen sehen?
Wenn ein Pat. die verordnete Medikation nicht nimmt und auch sonst nicht "mitmacht", aber auch keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung mehr vorliegt, dann ist es sinnvoll, ihn zu entlassen!
Es ist ja nicht so, daß es uns an Patienten mangelt, die sich freiwillig behandeln lassen - im Gegenteil.

LG Liberty
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