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am Freitag, 6. März 2009 um 09:24
geändert am 06.03.2009 11:59:10
 

Träume weiter!!!

Dass Frau Merkel eine Verfechterin der Staatsmedizin ist, kann ich nur dick unterstreichen! Dass aber die KV abgeschafft werden soll, würde die kommende Staatsmedizin nur beschleunigen! Allerdings brauchen wir eine KV, die erkennt, dass man anders reagieren muss, wenn die Schlinge um den Hals liegt: Da ist es für Jammern zu spät! Da nützt nur schnelles und gezieltes Handeln!
In der KV sitzen die gleichen Herren, wie in allen anderen ärztlichen Gremien. Wenn sie ausgedient haben, bekommen sie ein neues Pöstchen innerhalb oder ausserhalb der Organisationen. Keiner geht wieder in die Praxis zurück und badet den Scheiss aus, den er den anderen eingebrockt hat!!!
Die KV vertritt mit nichten unsere Interessen!!! Ich habe mit den Krankenkassen ein wesentlich besseres Verhältnis gehabt und konnte für meine Patienten mehr erreichen als mit der von mir (!) finanzierten Organisation. 1996 antowortete Herr Dr. Melcher, damals Chef der KV Schwaben, auf die Frage eines Kollegen, wie es denn weitergehen solle: Er habe einen grossen Teil seiner Mitarbeiter entlassen und wenn die Einnahmen weiter sinken, gehe er Pleite. Herr Melchers Antwort: Gehen sie Pleite. Es stehen 10 andere hinter ihnen, die ihre Praxis übernehmen wollen. Das war eine Antwort aus dem Jahre1996 mit der sog Ärzteschwemme. Das was die KV heute erntet, sind die Früchte, die sie selbst gesäht hat. Also erwachet!!!

Eines habe ich noch vergessen: Kommt es zu Wirtschaftlichkeitsprüfungen: Wer ist denn da derjenige, welcher sich am unnachgiebigsten und unfreundlichsten verhält? Die Kassenvertreter? Das habe ich bislang nie von irgendeinem Kollegen gehört, der davon betroffen war. Die lieben Kollegen in der KV? Ja, genau die.
Ich habe es nur einmal erlebt, dass sich Mitarbeiter, der KV Schwaben massiv für etwas eingesetzt haben: Als es darum ging diesen nutzlosen Verein zu schliessen und in die KV Oberbayern zu integrieren, was unter Gründen der Kostenreduzierung sinnvoll und klug gewesen wäre. Ihren eigenen Ar.... wollten sie retten. Klar. Einsatz für diejenigen, die sie finanzieren? Weit gefehlt.
am Freitag, 6. März 2009 um 10:26
 

amen malocher, amen grosser meister

gottseidank gibt es dich, wir schauen alle zu dir hinauf!
am Freitag, 6. März 2009 um 12:44
 

Und was denken die Patienten ?

Schöne Diskussion, aber was wollen die Versicherten der GKV ?
Sind die eigentlich auch irgendwie organisiert ?
am Freitag, 6. März 2009 um 12:53
geändert am 06.03.2009 12:53:45
 

Unseren Verbündeten?

Schöne Diskussion, aber was wollen die Versicherten der GKV ?
Sind die eigentlich auch irgendwie organisiert ?
Wie manche Kollegene glauben wollen?
Den Patienten ist es völlig Wurst. Sie wollen ihre Bedürfnisse befriedigt haben. Wie du zu deinem Geld kommst oder ob es wirklich sinnvoll ist, ist denen völlig egal. Bei einem Teil könnte man es verstehen. Wer Hartz IV bekommt und nicht schwarz arbeiten kann ist wirklich hart getroffen. Aber die Dipl ing und Dr jur von denen man mehr erwarten könnte, die versagen auf ganzer Linie. Wie sagte unsere hochverehrte Gesundheitsministerin so schön: Ich kann noch nicht alle Kassenärzte zu Millionären machen.

am Sonntag, 22. März 2009 um 19:48
 

niedergelassene Fachärzte abschaffen

Zum Gejammer der niedergelassenen Kollegen kann ich nur sagen: All die Pfeifen in den umliegenden Landkreisen unserer Klinik, die sich Fachärzte nennen sind das Geld nicht wert, das sie verdienen. Sie nennen sich Fachärzte, Spezialisten möchte man meinen, schicken aber das kleinste Problem, das Hausarztniveau übersteigt, in die Klinik. Dort kann das Problem häufig vom kleinsten AiP gelöst werden. Weil sie's nicht gebacken kriegen oder weil die Bezahlung schlecht ist kommt aufs gleiche raus.

Diese Leute braucht kein Mensch!

Das System der doppelten Versorgung (Niedergelassene FÄ und Krankenhäuser) kostet nur Geld und bringt nichts, außer das die Omi am A. der Welt NOCH ihren FA findet, der ihre Befindlichkeitsstörung behandelt oder irgendwelchen IGeL-Voodoo betreibt. Wenns den FA nicht mehr gäbe, würde auch die Nachfrage sinken und das System billiger werden, denn wenn einer wirklich etwas schlimmeres hat als Schnupfen landet er sowieso im Krankenhaus oder die Krankheit geht eben von selber weg - nur das nicht außer dem Hausarzt noch ein Pseudospezialist von niedergelassenem Facharzt abkassiert hat.

Was wir brauchen ist ein viel schlankeres System. Ärzte gibts jedenfalls mehr als genug, nur keine guten. Ein paar Fachärzte mehr in der Klinik, die wirklich gut ausgebildete Spezialisten ihres Faches sind und entsprechend verdienen und die ganzen Gurken-Praxen brauchts nicht mehr. Sterben eh' aus und das ist auch gut so. Dann macht der Hausarzt wie eh und jeh den Basiskram und wenn einer ein spezielles Problem hat muß er eben 60 km Fahren, was nicht zuviel verlangt sein dürfte, wenn er dann auch eine vernünftige Behandlung bekommt. Billiger ists allemal.
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Aufstand Kassenärzte

Nach den Klinikärzten gehen nun auch die Niedergelassenen auf die Straße: Kassenärzte protestieren gegen Honorarverluste, Arzneiregresse, Bürokratie und politische Gängelung.

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