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am Donnerstag, 5. März 2009 um 11:52
 

KVen abschaffen . . . und die Frage, wie konnte es so weit kommen

Die Abschaffung der KVen sehe ich auch als einziges Mittel , um dem Regelungswahnsinn der Politik ausweichen zu können. Die KVen haben immer wieder versagt, die Situation verschlechtert sich mit jeder neuen Bestimmung.

Es ist wie mit dem Tarifvertrag für Ärzte. Die Bevölkerung glaubt heute noch dem Pressegeschwätz der ausgesuchten Marburger-Bund-Funktionäre, wir bekämen die Summe X mehr . . . obwohl wir (nachweislich!) tatsächlich weniger bekommen. Ein Skandal, für den die naive Ärzteschaft Montgomery idiotischerweise auch noch mit dem Präsidentenamt belohnt. „kopfschütteln“.

Die üblichen Fehlinformationen der gesteuerten Presseorgane, die in den seltensten Fällen die Betroffenen (Vertragsärzte, angestellte Ärzte) zu Wort kommen lassen. Oder wann haben Sie mal einen unserer echten Kollegen bei Anne Will, Maischberger usw. gehört. Ewig nur die gleichen graumelierten Lügengesichter, welche die Zuschauermeinung irreleiten und uns als behandlungsverweigernde Absahner in Misskredit bringen. Lieschen Müller glaubt doch tatsächlich, die Ärzte haben jetzt 3 Milliarden mehr in der Tasche und die Assistenten in der Uni kriegen 15-20 Prozent mehr Geld.)

Ich habe stets gesagt – ebenso wie mein familiäres ärztliches Umfeld – daß die KVen ein Übel sind und GEGEN die niedergelassenen Ärzte agieren.
Unumstößliches Fazit: Die KV ist nicht für uns – sie ist gegen uns! ... so einfach ist das.

Jetzt spielen „sie“ sich als Konzernmanager auf (Vorsitzende der KBV etc.) und kriechen vor der Parteipolitik. Wie immer fehlen deutliche Worte eines (zB) malocherdocs ... und wenn es nur kritische Spitzen oder unmissverständliche Andeutungen wären, mit Adresse an die Roten und roten Schwarzen aus dem linken Merkel’schen Regierungslager. Die Ärzteschaft würde hinter mutigen Leuten stehen, ohne Frage.

Eine vollständige Befreiung aus dem stattlich kontrollierten Honorarsystem muss erfolgen, damit die indikationsentrückten, ad absurdum geführten Belohnungsinstrumente dilettantischer und klinikfremder Schlipsträger (auch aus dem ärztlichen Lager (KV-Funktionäre, parteienabhängige MB-Vorstände etc) endlich abgeschafft werden.

Es kann nicht sein, daß in Deutschland jeder Gesunde mit Betreten einer Kassenpraxis zum Krankenschein wird, der maximal auszureizen ist (krank gemacht wird) und jeder Kranke mit betreten der Kassenpraxis einen lästigen Kostenfaktor darstellt (und krank bleibt).
Bisher also: Der gesunde Patient mit einmaliger Abgabe seines Krankenscheins war der beste Patient.

Der umgekehrte (aktuelle) Gegenvorschlag: Viel Krankheit - viel Geld. Also der Patient mit einer langen Latte an Diagnosen und Nebendiagnosen bringt die „meiste Kohle“. . .
. . . malocherdoc hat in seiner sehr deutlichen Art immer darauf hingewiesen, wie einfallsreich Ärzte beim Aufspüren kleinster Symptome sind. Daraus einen dicken Diagnosekomplex mit großangelegtem (krankmachenden) pharmakotherapeutischem Bollwerk zu machen ist uns Ärzten ein Leichtes.

Aber cave: Diese Regel wäre fatal für die Volksgesundheit und der Begriff der iatrogenen Erkrankung erklömme eine neue Dimension des Wahnsinns unter der direktiven Merkel’schen Staatsführung im Einklang mit den Roten der SPD (Frau Gesundheitsministerin usw) und den SED-Altkadern der sog. „Linken“ (womit sich die Parteien am Rande des gesellschafts- und gesundheitspolitischen Abgrunds doch historisch bemerkenswert einig sind). Merkel steht für Staatsmedizin nach DDR Vorbild. Das ist nun Fakt. Ihre Erziehung und ihre ideologische Ausrichtung (ehemalige FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda) hat sie im tiefsten Inneren niemals abgelegt.

Wer bessere Zeiten will, der muss die KVen abschaffen und dieses Jahr unbedingt das Regime abwählen, bevor weitere Verstaatlichung und Wertetransfer ins Ausland uns endgültig fertig machen. (Zitat Merkel bei Beckmann: „Die Deutschen müssen sich von dem Gedanken lösen, in einem Wohlstandsland zu leben“). Was auch immer die Frau (nicht umsonst letzte stellvertretende Regierungssprecherin der DDR) vor hat, es verheißt nicht Gutes.

Gruß
malocherdoc
am Donnerstag, 5. März 2009 um 14:49
geändert am 05.03.2009 14:50:05
 

rundumschlag ohne inhalt

und wieder hat malocherdoc zugeschlagen, als selbsternannter rächer der ärzteschaft? wenn man die zeilen gelesen hat, bleibt allerdings der schale beigeschmack, dass alles und jeder mit einem rundumschlag erledigt wird, konstruktive kritik oder sogar konstruktive vorschläge nicht nur mangelware sind, sondern gar nicht vorhanden. also malocherdoc, wie wäre es es mal sachlicher und vor allem mit vorschlägen, die nicht nur heißen, alle sind unfähig, die gehören abgeschafft usw.....gruß baldur
am Donnerstag, 5. März 2009 um 15:22
 

Es ist wie immer

in so fern nichts ungewöhnliches. Was mir allerdings etwas Sorgen macht ist der Pluralis majestatis den er mittlerweile verwendet. ;-)

". . . malocherdoc hat in seiner sehr deutlichen Art immer darauf hingewiesen, wie einfallsreich Ärzte beim Aufspüren kleinster Symptome sind. Daraus einen dicken Diagnosekomplex mit großangelegtem (krankmachenden) pharmakotherapeutischem Bollwerk zu machen ist uns Ärzten ein Leichtes. "
am Donnerstag, 5. März 2009 um 17:36
 

malocherdoc hat aber leider Recht........!

Malocherdoc hat trotzdem Recht! Niemand kann abstreiten, dass wir uns mit Codierungen, die zukünftig auch im ambulanten Bereich anfallen dazu versklaven haben lassen, Gewinne für die Kliniken zu maximieren. Auf Kosten der Patienten und auf Kosten unserer beruflichen Ethik und Moral! Wir wissen doch alle, dass wir nicht nur die Diagnosen hinschreiben, die der Patient wirklich hat, sondern gnadenlos dramatisieren um mehr Geld zu bekommen. Das ist noch der mildeste Fall. Ja, es kommt auch allzu häufig vor, dass bewusst Diagnosen gestellt werden, die der Patient nicht hat, nur um eine Kostengutsprache von einer Krankenkasse zu erschleichen. Das ist doch nichts neues, was von malocherdoc angeprangert wird: Der Verfall der Ärztlichen Ethik unter ernormen Kostendruck der Krankenkassen und die Versklavung für Klinikkonzerne unter dem Vorwand man müsse wirtschaftlich denken.

Was Frau Merkel betrifft, zählt malocherdoc Fakten auf. Sie ist eine hoch manipulative und gefährlich-mächtige Politikerin. Und sie war früher Pressesprecherin und in der Propaganda tätig. Sie kann manipulieren und hat es von klein auf gelernt und wird diese Prägung zu ihren Stärken zählen und ausspielen. Es macht Sinn, diese Bundeskanzlerin mit äusserster Kritik zu beäugen!

Was mir an malocherdoc fehlt wäre ein Vorschlag, wie es ohne KVen weiter gehen soll. Soll der kleine Praxisarzt sich mit den Vorschriften von zig Krankenkassen rumschlagen. Jede fordert von ihm etwas anderes, jede stellt andere Bedingungen. Das schafft er nie und nimmer, all diesen Ansprüchen zu genügen. Er wird sich also auf die Kooperation mit vielleicht 3 Krankenkassen einlassen und den Patienten sagen, sie sollen entweder in diese Krankenkassen wechseln oder einen anderen Arzt suchen. Also was wird dann aus dem Praxisarzt? Ganz einfach- er wird im besten Fall ein „freiberuflicher“ angestellter von diesen 3 Krankenkassen.
Es ist anzunehmen, dass die Krankenkassen für die Patienten günstige Bedingungen schaffen (niedrige Prämien) und für die Ärzte schlechte Bedingungen (viele Sonderqualifikationen, Codier- und Dokumentierauflagen), so dass die Patienten eben genau in die Krankenkassen wechseln, die für die Praxisärzte schlecht sind und dann in die MVZ gehen, die mit diesen Krankenkassen kooperieren und versklavte osteuropäische Ärzte anstellen, die die ganzen Auflagen brav erfüllen-für einen Hungerlohn. Für die MVZ Funktionäre rentiert es sich durch Mischkalkulationen, Massenleistungen, Rabatte, Nebengeschäfte im Wellnessbereich.
Vielleicht gibt es einpaar patienten, die die Krankenkassen mit den höheren Prämien wählen, um zu ihrem persönlichen Hausarzt/Facharzt gehen zu können, aber das wird nicht die Masse sein, so dass die Zahl der Praxisärzte, die so arbeiten können sehr klein werden wird!

Ich wünsche mir einen konstruktiven Vorschlag. Einfach nur KVen weg, das ist mir zu wenig!
am Donnerstag, 5. März 2009 um 18:25
 

Wie wäre es mit dem niederländischden Modell?

bergziege:


Was mir an malocherdoc fehlt wäre ein Vorschlag, wie es ohne KVen weiter gehen soll.



Ich wünsche mir einen konstruktiven Vorschlag. Einfach nur KVen weg, das ist mir zu wenig!
Dort gibt es meines Wissens zwei Arten von Krankenversicherungen, zwischen denen jeder Einwohner wählen kann:
Bei Versicherungsvariante A (etwas günstiger) hat der Patient nur die Wahl zwischen Ärzten, die mit seiner Versicherung einen Vertrag geschlossen haben und mit ihr direkt abrechnen; bei Typ B (etwas teurer) hat er völlig freie Arztwahl und rechnet selbst mit seinen Ärzten ab; ähnlich wie es in D bei den Privatpatienten ist.

Vielleicht kann uns Zwarte Piet etwas mehr dazu sagen?
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Aufstand Kassenärzte

Nach den Klinikärzten gehen nun auch die Niedergelassenen auf die Straße: Kassenärzte protestieren gegen Honorarverluste, Arzneiregresse, Bürokratie und politische Gängelung.

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