Interessante Diskussion. Und in der Tat kommt man/frau bei näherer Beschäftigung mit dem Krankheitsbegriff ins Grübeln, mal davon abgesehen, dass auch im Recht hierüber vielfältige Diskussionen geführt werden, zumal die Juristen „eigentlich“ einen „normativen Krankheitsbegriff“ ihren Betrachtungen zugrunde legen müssen, so dass es nicht verwundert, dass die Juristen im Zweifel – je nach Rechtsgebiet – gleich mit mehreren „Krankheitsbegriffen“ hantieren müssen.
Andererseits kann kein Zweifel daran bestehen, dass auch wir die Medizin und ihre Begriffswelt als Grundlage unserer Betrachtungen heranzuziehen haben und da verwundert es mich gelegentlich auch, wenn gerade im Bereich der Gerontopsychiatrie etwa die Demenzerkrankung „verklärt“ wird. Ohne Frage – das Leben mit Demenz mag „lebenswert, sinnstiftend und bereichernd“ sein, aber für die konkrete Praxis im täglichen Umgang mit Demenzpatienten ist dieser verklärende Blick geradezu ein trügerischer. Mit einer solcher Blickrichtung werden vielfach ganz bewusst Interventionsmöglichkeiten ausgeblendet, die m.E. aber bei Zugrundelegung eines medizinischen Krankheitsbegriffs sich förmlich aufdrängen.
dass der Krankheitsbegriff nicht richtig juristisch definiert ist. Dann mache ich mir keine Sorgen mehr. In mehr als 50 Jahren konnte der juristsiche Begriff derLeiche und die Regelung der Obduktion in D nicht geregelt bzw geschaffen werden. Dann werden es die Juris auch damit nicht schaffen. Und in 100 Jahren bin ich schon tot ohne Sterbehilfe
wie relevant ist es denn für den patienten ob er nun krank oder abnorm ist? "heilen" lässt sich trisomie 21 wie jede andere chromosomenabberation nunmal nicht.
man sollte sich fragen, wer sich besser fühlt, wenn man einen menschen als krank stempelt der mit gewisser unterstützung und hilfe durchaus ein würdiges leben führen kann?
Ich stimme dir voll und ganz zu. Aber: Es hat vor einigen Jahren die Sendung: Unser Walter. Gebraucht, bis die normalen Menschen zur Notiz genommen haben, dass Trisomie 21 keine Krankheit ist, dass es nicht ansteckend ist und dass es Menschen sind. Ich habe keine Lust das Leben meiner Patienten aktiv zu beenden. Ob ein Mensch Suicid begehen darf, ist eine ganz andere Frage. Aber da legt er Hand an sich selbst. Aber du kennst ja auch die Einstellung die man in Schweden zu Suiciden hat. In D ist es ja auch nicht anders. Wenn du einen suicidgefährdeten nicht einweisst, dann bist du dran. Diabolus advokatus wetzt schon die Messer.
Hallo Kinners, ich finde Malocher würde sich gut machen als Alleinunterhalter.
Mein Psychiater sagte mal zu mir, das war so ziemlich das einzige, das er in 10 Jahren sagte: "lange Einsamkeit führt zum führen von Selbstgesprächen".
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