Arch Toxicol. 2008 Dec;82(12):933-9. Epub 2008 Nov 6.
Munich Oktoberfest experience: remarkable impact of sex and age in ethanol intoxication.
Binner C, Selinski S, Barysch MJ, Polcher C, Schormann W, Hermes M, Brulport M, Bauer A, Rudolph C, Bedawy E, Schug M, Golka K, Hasenclever D, Trauer H, Lessig R, Bolt HM, Ickstadt K, Hengstler JG.
Division of Thoracic and Cardiovascular Surgery, Heart Center Leipzig of the University of Leipzig, Leipzig, Germany.
18 Autoren für eine Stude, in der es überwiegend um ein paar einfach (automatisch) zu bestimmende Laborparameter geht? Woraus bestand eigentlich der fachwissenschaftlich relevante Beitrag der 18 Autoren zu dieser Studie? Und was hat eine solche Studie mit Herz- und Thoraxchirurgie zu tun?
Es geht darum, ob die Glasgow Coma Scale mit dem Promillegehalt korreliert bzw. ob man bei einem Patienten mit 5.0 Promille und GCS 4 durch das NMR, CT und das Angio-CT fahren muss oder ob die obengenannnte Kombi "5.0/4" temporär akzeptabel ist, weil die Ursache bekannt ist. Das Oktoberfest ist ein ideales Patientenreservoir für sowas. Ohne Ethik Votum für eine Studie an nicht einwilligungsfähigen Patienten bzw. deren eigenem Einverständnis, wenn sich der Paulaner-Pegel unterhalb der Grenze der erloschenen Geschäftsfähigkeit befindet, geht das natrürlich nicht. Aber wer sagt, dass die Forscher das nicht hatten?
"Und was hat eine solche Studie mit Herz- und Thoraxchirurgie zu tun?"
Nichts. Deshalb wurde sie auch in den "Archives of Toxicology" publiziert.
Die genannte Abteilung bezieht sich auf den Autor und der darf laut GG die ihm zustehende und von der Verfassung geschützte wissenschaftliche Freiheit (und die der Kunst) für eine solche Studie beanspruchen.
Nach den Ergebnissen einer aktuellen US-Studie scheint es mit der Ehrlichkeit der Wissenschaftler nicht weit her zu sein: Jeder Dritte gab in einer anonymen Befragung an, in den vergangenen drei Jahren mindestens ein straffwürdiges Vergehen begangen zu haben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft geht davon aus, dass die Situation in Deutschland ähnlich ist. Wie schätzen Sie die Redlichkeit der Forscher ein? Sind Sie vielleicht sogar Opfer von Manipulationen oder wissenschaftlichem Fehlverhalten geworden. Ihre Meinung interessiert uns!