Ich versteh nicht ganz, dass nicht wirklich ein deutscher Kollege/ein in Deutschland arbeitender Kollege mal mit dem Aufstand anfängt. Es ist doch ueberraschend, dass auf Forderungen wie "kalkulierbare Abrechnung", weg mit der KV viele Reaktionen von ausgewanderten kommen. (adonis! gehe davon aus, dass du noch immer in Schweden bist...) Taten sind besser als Warten!!!!
geändert am 26.08.2010 13:44:04 geändert am 26.08.2010 13:46:42
@seppel2
Ich versteh nicht ganz, dass nicht wirklich ein deutscher Kollege/ein in Deutschland arbeitender Kollege mal mit dem Aufstand anfängt. Es ist doch ueberraschend, dass auf Forderungen wie "kalkulierbare Abrechnung", weg mit der KV viele Reaktionen von ausgewanderten kommen. (adonis! gehe davon aus, dass du noch immer in Schweden bist...) Taten sind besser als Warten!!!!
Klar bin ich noch dort und bleiben werde ich auch dort ( zumindest hohe Chance). Aber einen Aufstand gibt es nicht. Nun gibt es wieder einen Streik, der aber wohl kein Ergebnis bringen wird. Eine kalkulierbare Abrechnung wird es nicht geben, denn die will weder die KV noch die Krankenkassen noch bestverdienende Kollegen ( ein Schelm, der Schlimmes dabei denkt). Und wenn ich mir all die netten Vorschläge anhöre von Praktika im Studium beim Allgemeinarzt um das Interesse der Kollegen zu erhöhen usw. Im besten Falle werden die zukünftigen Kollegen ganz abgeschreckt. Sinnvoll wäre es doch ganz nüchtern die Sache zu analysieren. 35-40 Euro pro Quartal und Patient incl aller Laborleistungen im Schnitt dafür kann man doch nichts erwarten. Und eigentlich gab es ja auch den Ansatz zum Aufstand, als in Bayern die Hausärzte ihre Zulassung zurückgeben wollten. Aber da waren dann wohl einige Profiteure des dunklen intransparenten Systemes dagegen. Ich denke es wäre extrem interessant geworden, da dank Herrn Seehofer ( ehemaliger Bundesgesundheitsminister) ja eine Zulassung erst nach 5 Jahren wieder möglich gewesen wäre.
Adonis hat Recht! Wenn auch die Entscheidungen der Politik völlig insuffizient sind, müßten wir sie nicht hinnehmen wenn Einigkeit in der Ärztschaft bestünde. Beispielgebend ist hier das unwürdige Verhalten der KV'en insbesondere aktuell von Köhler. Die bessergestellten KV'en verweigern die Solidarität (oder besser Gerechtigkeit ), Köhler haut mit manipulativen Verdienstangaben die Hausärzte in der Öffentlichkeit in die Pfanne. Wir brauchen keine Feinde, dafür haben wir Kollegen !
Ja die KV en sind nicht die Lösung des Problems, sie sind unter anderem das Problem. Wer die fast 28000 tausend Hausärzte und niedergelassene Fachärzte bis 2015 ersetzen soll steht in den Sternen . Jede geschlossene Praxis spart kurzfristig aber auch ne Menge Geld....
Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind historisch gesehen zur Zeit ihrer Gründung eine wichtige und sehr gute Institution gewesen. Denn vorher musste jeder Arzt mit jeder Krankenkasse verhandeln und bei heute 160 Krankenkassen erklärt sich das Problem von selbst. Aber das ist lange her und die Zeiten haben sich geändert. Seit Anfang der 90ziger Jahre betreiben die Kassenärztlichen Vereinigungen ehr eine Politik mit der sie Ihre Mitglieder schädigen. Erst grossspurig nach dem Motto: Das Problem des einzelnen Kassenarztes interessiert uns nicht. Schliesst er seine Praxis stehen 10 hinter ihm ( ich zitiere Herrn Melcher KV Vorsitzender in Augsburg 1996 in Lindau) und jetzt mit zunehmender Kritik von seiten der Ärzte und Fachvertretungen schwenkt man teilweise um. Jedoch sehen wir neuerdings auch eine neue Form der Auseinandersetzung: Man streut in die Presse Falschmeldungen: Hausärzte verdienen wesentlich mehr wie Fachärzte und die Kardiologen verdienen sich dumm und dämlich. Ich frage mich, ob es wirklich würdig ist, sich so gegenüber seinen Mitgliedern zu verhalten. Ich bin aber der gleichen Auffassung wie Marc: Die KV en sind eines der Grundprobleme der heutigen Gesundheitspolitik.
Nach den Klinikärzten gehen nun auch die Niedergelassenen auf die Straße: Kassenärzte protestieren gegen Honorarverluste, Arzneiregresse, Bürokratie und politische Gängelung.