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am Freitag, 2. August 2002 um 18:10
 

FA in Dänemark

Auch wenn es bereits ein paar dünne threads zum Thema Dänemark gibt, wer hat Erfahrungen mit den Arbeitsbedingungen für Fachärzte in Dänemark ?
Thanks + greetings
am Montag, 12. August 2002 um 16:51
 

Was willst du wissen

Ich arbeite als FA in DK. Die Bedingungen hier sind eigentlich sehr gut. Wenn du konkrete Fragen hast kannst du mir einfach eine e-mail schicken.
am Sonntag, 10. November 2002 um 13:17
 

FA in Dänemark

Hallo,

ich bin FA für Innere Medizin und würde gerne nach Dänemark, um eine Ausbildung als Gastroenterologe im Krankenhaus fortzusetzen. Hast Du Tips für mich, wo man Stellenanzeigen findet bzw. ob man sich zentral bewerben kann? Wie sind die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten, Verdienst)?
Viele Grüße, Ebbe
am Sonntag, 1. Dezember 2002 um 01:24
 

Hier ein paar Infos

Hallo Ebbe
Zahlreiche Jobs in DK findest du unter www.laegejob.dk (allerdings in dänisch). Als Facharzt kommt entweder "afdelingslæge" oder "overlæge" für dich in Frage. Das erste ist in der Regel ein frischer Facharzt, erst nach zwei Jahren FA kann man OA werden. Als Afdelingslæge befindet man sich noch in der "Ausbildung" z.B Subspezialisierung, von einem OA wird schon eine gewisse Spezialisierung erwartet.
Primär würde ich daher zu einer Afdelingslægestelle raten, sozusagen als Einstieg ins dänische Gesundheitswesen.
Rein statusmässig gibt es zwischen beiden Stellen keinen grossen Unterschied auch das Gehalt ist in etwa gleich. Ein OA hat lediglich verwaltungstechnisch grössere Befugnisse, muss dafür aber auch etwas mehr arbeiten.
Als Internist (Intern Mediciner)dürftest du hier die besten Chancen haben - sie fehlen an allen Ecken und Enden. Allerdings weiss ich nicht genau wie es bei den Gastroenterologen im speziellen aussieht. Auch ist die Ausbildung hier nicht ganz mit der deutschen zu vergleichen. Vor allem die Funktionsdiagnostik wird zurückhaltender gehandhabt. Gewöhnungsbedürftig für einen Deutschen ist die etwas langatmige dänische Entscheidungsfindung und das ständige "alles besprechen". Das dauert etwa ein halbes Jahr.
Alles in allem lebt man sonst als Arzt hier ganz zufriedenstellend.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt durchnschnittlich 37h inkl. Dienst. Allerdings wird nicht in Wochen gerechnet sondern in Normperioden von 4-14 Wochen, meist so um die 10. D.h. das man in 10 Wochen 370 h arbeiten darf. Bei mir sieht das konkret so aus, dass ich 4 Wochen arbeite und planmässig Dienste mache. Dabei komme ich natürlich auf mehr als Ø 37h/Woche. Anschliessend habe ich dann 2 Wochen frei. Danach geht es wieder von vorne los. Sollte man am Ende einer Normperiode mehr als die geforderten Stunden auf dem Konto haben, werden diese entweder mit + 50% ausgezahlt oder innerhalb eines Monats abgebummelt (natürlich auch der 1,5 fache Satz, d.h . aus 10 h werden 15h). Für die geleisteten Dienste gibt es natürlich Abend, Nacht und Feiertagszuschläge.
Das Grundgehalt eines Afdelingslæge beträgt etwa 40000 DKK brutto und etwa 21000 DKK (2900 Euro) netto. Dazu kommen die Dienste so dass man ca. 3200 Euro raus hat. Wenn das nicht reicht kann man dann in seiner vielen Freizeit noch Vertretungen in anderen Kliniken machen. DK ist allerdings auch teurer als D.
Urlaub hat man knapp 6 Wochen.
Alles das kann man auch unter www.dadl.dk unter der Rubrik FAYL (yngre læger) auch auf deutsch nachlesen.

Viele Grüsse
Hugo
am Freitag, 27. Dezember 2002 um 10:03
 

ich bin FA in DK

das was hugo schreibt kann ich im grossen und ganzen bestaetigen. ich arbeite seit 2,5 jahren als FA (gyn) in daenemark und zwar an einer universitaetsabteilung. die arbeitsbedingungen sind deutlich besser als zumindest ich sie in deutschland erlebt habe, der verdienst ist aehnlich, ich denke das die lebensqualitaet unterm strich hoeher ist als wenn man als arzt in deutschland arbeitet. allerdings ist man halt nicht "zu hause", man muss sich an das system gewoehnen, wobei das, wenn man offen fuer neues ist, nicht wirklich ein problem ist,. das ist ja auch einer der gruende warum es einen ins ausland zieht. ich selber arbeite in meiner freizeit relativ haeufig in schweden und norwegen, wo die arbeitsbedingungen aehnlich wie in DK sind, man kann vielleicht sagen, dass das schwedische system mehr dem deutschen entspricht als das daenische. was aber alle laender hier gemeinsam haben sist die ausgesprochen angenehme art der kommunikation und des miteinanders. also, das paradies ist es nicht, aber man hat ein schoenes leben und man ist auch nicht zu weit weg von der heimat (oder z.b. hamburg mit theater, oper, weltstadt-flair). falls fragen seid ihr willkommen mich zu kontakten. gruesse alexander
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Dänemark

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