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am Dienstag, 26. Juni 2012 um 18:47
 

Erst Facharztanerkennung in Großbritianen?

Hallo,

ich wollte nochmal das Thema Facharztanerkennung in Großbritannien herausholen, weil ich denke, dass über die bestehenden Assoziationabkommen der Commonwealth- Facharztcolleges mit denen in England, vielleicht einfacher die Facharztzulassung in Aus/NZ erhält.

Soweit ich das verstanden habe, erhält man als deutscher Facharzt über die Berufsanerkennungsrichtlinie 2005/36/EC der EU, auf Antrag und ohne weitere Voraussetzungen die Registrierung als "Specialist". Die zuständige Behörde ist der GMC (General Medical Counsil). Als "Specialist" darf man nun fachärztliche Jobs in dem UK ausüben. Ist das soweit richtig?

Ich wollte nun aber das Membership eines Facharztcolleges (RCOG) bekommen bzw. dessen Facharztprüfung ablegen, um später im Commonwealth arbeiten zu können. Diese Prüfung hat 2 Komponenten und setzt die fachärztliche Weiterbildungszeit voraus ("Certification of training"). Die Weiterbildungszeit läuft nach der üblichen, englischen Weiterbildungsschiene CCT ab, oder als Einzelfallanerkennung CESR für im Ausland weitergebildete, die praktisch aber kaum anerkannt wird. Nach jüngsten Reformen im englischen Weiterbildungsprogramm ist Einstieg ins normale CCT für Ausländer ohnehin schwierig.

Man Frage ist nun, ob durch die Euro- Anerkennung des deutschen Facharztes und erlangten Status als "Specialist" auch die CESR bzw. CCT erfüllt ist, man also nur noch die College-Examen machen müsste, um den RCOG zu bekommen. Dies gilt natürlich so für die anderen Fachrichtungen auch.

Wenn ich daran denke, welche Spießrutenläufe einige Kollegen in Australien machen mussten, wäre dies nicht ein gangbarer Weg? Oder ist es eher ein Holzweg?
am Dienstag, 26. Juni 2012 um 22:05
 

Anerkennung

nach meinem Kenntnisstand muss die Facharztausbildung in UK absolviert sein; mit dem deutschen Facharzt und Certificate of Eligibility for Specialist Registration kann man zwar als specialist/consultant in UK arbeiten nicht aber "automatisch" in AUS/NZ. Wenn man aber als Facharzt in UK gearbeitet hat, kann ich mir vorstellen, dass eine Anstellung in bestimmten AoN-Stellen einfacher sein könnte.
am Mittwoch, 27. Juni 2012 um 06:01
 

UK specialist

Weder die Australier noch die Neuseelaender zweifeln an der deutschen Facharztqualifikation als solches, sodass man mit einer britischen Registrierung keinen Vorteil hat. Die Colleges pruefen allerdings, ob die Ausbildung vergleichbar ist und erwarten schriftliche und klinische Pruefungen waehrend oder am Ende der Facharztausbildung, die von College-artigen Institutionen durchgefuehrt werden muessen. Dies alles ist natuerlich in Deutschland nicht der Fall. Wenn man diese Pruefungen im Rahmen einer College-Fellowship Application "nachholt" und Fellow eines UK-Colleges wird, duerfte es einfacher sein, vom australasischen College anerkannt zu werden. Ob man die geforderte Pruefung in UK oder direkt in Australien macht, sollte in den meisten Faellen wohl kaum einen Unterschied machen. In NZ gibt es uebrigens - im Gegensatz zu Oz - die Moeglichkeit, ueber ein sog. Vocational Practice Assessment eine volle Zulassung zu bekommen.
am Mittwoch, 27. Juni 2012 um 11:37
 

...

Danke erstmal für die raschen Antworten.

Ich sehe es auch so, der "Specialist/Consultant" alleine bringt nicht viel. Ich kenne auch 2 Mann, die damit dennoch in NZ/AUS in die Anpassungsschiene bzw. AoN mussten.

Es ging mir jedoch um etwas Anderes: Ich weiß, dass die AUS/NZ- Facharztcolleges i.d.R. eine Facharztanerkennung der britischen Partner-Colleges in ihren Satzungen haben (der britische Facharzt bzw. die jeweilige Membership-Prüfung, in meinem Fall RCOG). Dem Wortlaut nach sehe ich das als Automatismus, der eine fachärztliche Vollzulassung in AUS/NZ von Anfang an erlaubt. Für Aklimatisierung wäre es sicher gut die Variante von beekay zu machen, ich denke, es ist trotzdem vorteilhaft mit einer Vollzulassung aufzuschlagen.

Die RCOG und andere englische Facharztprüfungen bestehen aus 2 Prüfungsteilen und 4-6 Jahren Weiterbildung, die man in England machen muss und ansonsten nur schwer anerkannt bekommt.

Die Frage ist also, ob die Registration als Specialist DIESE 4-6 Jahre ersetzt und man nur noch die Prüfungen machen muss.

Ich weiß, dass die Frage eigentlich in das "Großbritannien-Forum" gehört. Da die deutschen Fachärzte jedoch erstmal als Specialists tätig werden, ist Ihnen die College-Mitgliedschaft incl. Examen meistens egal, den Locum-Leuten sowieso.

Ich hatte daher gehofft, dass hier vielleicht jemand schon vor mir auf diese Idee gekommen ist, um die Facharztzulassung in AUS/NZ etwas zu vereinfachen. Schließlich ist die RCOG keine Raketenwissenschaft :-) und ich habe schon Horrorgeschichten über einige AoN-Zuweisungen gehört.

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Australien / Neuseeland

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Informationen zur ärztlichen Tätigkeit in Australien

Nach Auskunft der australischen Botschaft in Bonn kann nur derjenige in Australien ärztlich tätig werden, der einen Einwanderungsantrag stellt. Bevor Sie zur ärztlichen Tätigkeit zugelassen werden, müssen ein Sprachtest, eine Multiple-Choice Prüfung und schließlich ein klinischer Test absolviert werden. Da es jedoch auch in Australien ein Überangebot von Ärzten gibt, sei es für ausländische Ärzte sehr schwer, sich zu qualifizieren.

Für die Zulassung zur ärztlichen Tätigkeit ist das

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zuständig. Es ist mit ausführlichem Informationsmaterial im Internet vertreten.

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Nach unseren Informationen ist eine vorübergehende ärztliche Tätigkeit in Neuseeland nur nach der Absolvierung eines Examens möglich. Über nähere Einzelheiten zu dem Test und der Registrierung wenden Sie sich bitte an

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