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Schmidt will Reform der Ärzte-Honorare beschleunigen

Donnerstag, 19. Januar 2006

Dortmund - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat angesichts der massiven Ärzte-Proteste einen Vorstoß zur Reform der Honorare angekündigt. „Wir werden von der politischen Seite in diesem Jahr noch einmal Druck machen, damit es endlich zu einer Änderung kommt“, sagte Schmidt den „Ruhr Nachrichten“ vom 19. Januar.

Das gesamte Honorarsystem sei undurchsichtig und überholt. Dies habe die rot-grüne Bundesregierung bereits im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes ändern wollen. „Die Selbstverwaltung von Kassen und Ärzten hat aber bisher die zwingend notwendigen Vorarbeiten noch nicht geleistet“, kritisierte die Ministerin.

Vorwürfe gegen ihre Person, wie sie von den protestierenden Ärzten in ganz Deutschland formuliert worden waren, wies Schmidt zurück. Die Verteilung der Honorare werde von den Kassenärztlichen Vereinigungen festgelegt, nicht vom Ministerium. „Daher sind die Vorwürfe gegen mich fehlgeleitet“, sagte Schmidt.

Nachdrücklich wandte sich die Ministerin gegen den Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, jede Generation solle die Gesundheitskosten bezahlen, die sie selbst verursache. „Dies ist für ältere Menschen nicht bezahlbar“, sagte die SPD-Politikerin. /ddp

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