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Lauterbach: Einkommen der Ärzte nicht so niedrig wie behauptet

Donnerstag, 19. Januar 2006

Berlin - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Kritik der Ärzte an der Politik der Bundesregierung zurückgewiesen. „Für 70 Prozent der Bürokratie sind die Kassenärztlichen Vereinigungen zuständig, für 30 Prozent die Kassen“, sagte Lauterbach der „Berliner Zeitung“ vom 19. Januar.

Auch die Einkommenssituation ist nach Darstellung von Lauterbach nicht so schlecht wie von den Ärzten dargestellt. So erwirtschafte eine Praxis in den alten Ländern monatlich durchschnittlich 10.000 Euro nach Abzug aller Kosten und vor Steuern, in den neuen Ländern 8.000 Euro. Das sei ein „ordentliches Einkommen“. „Es ist traurig, dass Ärzte für ihr Gehalt auf die Straße gehen“, beklagte der SPD-Experte. 

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Birgitt Bender

Auch die Grünen äußerten wenig Verständnis für die Proteste der Ärzte. Die Grünen-Gesundheitsexpertin Birgitt Bender verwies darauf, dass die Einkommenssituation der Ärzte höchst unterschiedlich sei. Dafür sei die ärztliche Selbstverwaltung verantwortlich. „Es geht um innerärztliche Verteilungskonflikte, für die nicht die Politik zuständig ist“, sagte sie.

Die FDP unterstütze dagegen die Ärzte auf ganzer Linie. „Es kann nicht sein, dass die Politik den Protest ignoriert und sich aus der Verantwortung stiehlt“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr. /ddp

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