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Kalifornien erklärt Passivrauchen zum Umweltgift

Freitag, 27. Januar 2006

Sacramento - Kalifornien hat Passivrauchen offiziell zu einer Form der Luftverschmutzung erklärt und die Exposition mit “environmental tobacco smoke (ETS)” damit auf die gleiche Stufe gestellt wie Autoabgase oder Emissionen der Industrie. Die Folge könnte eine noch stärkere Regulierung des Tabakkonsums in dem Bundesstaat sein, der in den USA auch der Vorreiter bei Rauchverboten am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden und in Gaststätten war.

Den jährlichen Ausstoß von Tabakrauch im Sonnenstaat bezifferte die California Air Resources Board (ARB) auf 40 Tonnen Nikotin, 365 Tonnen Feinstaub und 1900 Tonnen Kohlenmonoxid. Es bestehe eine klare Verbindung mit verschiedenen Erkrankungen, wobei vor allem Kinder geschädigt würden, in erster Linie durch das Rauchen der Eltern im Haushalt. Zu den gesundheitlichen Folgen von ETS zählt die ARB Frühgeburten, Mangelgeburten und das Sudden Infant Death Syndrome (SIDS). Kinder seien gefährdet an Asthma, Mittelohrentzündungen und Infektionen der Atemwege zu erkranken.

ETS ist laut ARB mitverantwortlich für Krebserkrankungen der Lunge und der Nasennebenhöhlen (nasal sinus cancer), für Herzerkrankungen und Reizungen von Auge und Nasen sowie für Asthma. Bei nicht-rauchenden prämenopausalen Frauen könne ETS auch Brustkrebs verursachen, heißt es in der Pressemitteilung, die sich auf eine wissenschaftliche Auswertung des Office of Environmental Health Hazard Assessment (OEHHA) beruft. OEHHA-Direktor Joan Denton meinte, Rauchen sei in etwa so verwerflich wie das Einleiten von Autoabgasen in die eigene Wohnung. /rme

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