Auch Namibia soll Hilfen von Welternährungsprogramm bekommen
Donnerstag, 2. Februar 2006
Johannesburg - Die Hilfen des Welternährungsprogramms (WFP) für den Süden Afrikas werden auf Namibia ausgedehnt. Neben zehn Millionen Menschen in den umliegenden Ländern Lesotho, Malawi, Mosambik, Swasiland, Sambia und Simbabwe sollen nun auch rund 111.000 Aidswaisen in Namibia mit Lebensmitteln versorgt werden, wie WFP-Chef James Morris am Donnerstag vor Journalisten in Johannesburg mitteilte. „Diesen Kindern fehlt es an Allem und die Ungerechtigkeit, die sie trifft, ist unbeschreiblich“, erläuterte Morris. Der WFP-Leiter, der zugleich UN-Sondergesandter für humanitäre Belange im südlichen Afrika ist, hatte am Dienstag und Mittwoch Mosambik besucht. Ende der Woche will er nach Malawi weiter reisen.
Von der internationalen Gemeinschaft forderte das WFP die Bereitstellung von umgerechnet 52 Millionen Euro, um seine Ernährungsprogramme im südlichen Afrika bis Juni finanzieren zu können. „Die Probleme hier sind meiner Ansicht nach die schwerwiegendsten in der Welt“, urteilte Morris. Im südlichen Afrika gibt es 15 Millionen Aidswaisen. Nach Einschätzung des WFP wird diese Zahl in den nächsten fünf Jahren auf 20 Millionen anwachsen. In Namibia, das 1990 von Südafrika unabhängig wurde, ist Schätzungen zufolge jeder vierte Erwachsene mit dem lebensbedrohlichen HI-Virus infiziert. /afp
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.