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Gesundheitskarte: Finanzielle Rahmenbedingungen für Kartentests festgelegt

Donnerstag, 2. Februar 2006

Siegburg - Die an der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte beteiligten Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen haben sich darauf verständigt, wie viel Geld Arztpraxen, Apotheker und Krankenhäuser erhalten sollen, die an den so genannten 10.000er Tests der elektronischen Gesundheitskarte teilnehmen. Die Leistungserbringer erhalten danach eine einmalige Pauschale, mit denen sie Komponenten wie Kartenterminal und den so genannten Konnektor für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur anschaffen können. 

Ein zusätzlicher Betrag soll den personellen und betrieblichen Zusatzaufwand in der Testphase abdecken. Damit sollen sie die Schulung für ihr Personal und den zusätzlichen Beratungsaufwand für Versicherte finanzieren. Konkret sollen Ärzte 3.000 Euro Pauschale und 3.200 Euro für Zusatzaufwendungen erhalten. Apotheken bekommen 3.000 Euro Pauschale und 2.750 Euro für Zusatzaufwendungen, Krankenhäuser 28.000 Euro Pauschale und 28.000 Euro für Zusatzaufwendungen.

Praxen, Apotheker und Krankenhäuser erhalten die Pauschalen zwei Monate vor Testbeginn. Der Betrag für die Zusatzaufwendungen deckt die Teilnahme an den Tests für maximal ein Jahr ab. Um das Geld zu erhalten, müssen die Leistungserbringer eine ausreichende Anzahl von Aktionen mit der neuen Technik gewährleisten, damit die Betreibergesellschaft der elektronischen Gesundheitskarte gematik mbH die Arbeitsergebnisse evaluieren und für eine bundesweite Einführung der Karte verwerten kann.

Die gematik wies am 2. Februar ausdrücklich darauf hin, dass


DÄ-Recherche (Heftarchiv)
Schlagwort Gesundheitstelematik
diese Vereinbarungen sich nur auf die so genannten 10.000-Tests beziehen und kein Präjudiz für die so genannten 100.000-Tests oder die flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte darstellen. „Mit der Vereinbarung ist nun ein reibungsloser Übergang der Mitte Dezember angelaufenen Labortests in die mehrstufigen Praxistests in den acht Regionen gesichert“, hieß es aus der Betreibergesellschaft. Man werde nun die Verhandlungen mit den Testregionen aufnehmen. 

Die Verträge mit den Regionen sollen auf der nächsten Gesellschafterversammlung im März 2006 unterschriftsreif sein. /hil

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