KV Sachsen-Anhalt kämpft gegen neues Arzneimittelgesetz
Freitag, 3. Februar 2006
Magdeburg - Gegen das geplante Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (AVWG) hat sich die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt Anfang Februar in einer Resolution ausgesprochen. Die Ärztevertreter kritisierten, die Bonus-Malus-Regelung bei der Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln führe zu einer weiteren Verunsicherung der Ärzte, sie belaste die Arzt-Patienten-Beziehung und stürze den Arzt in ein ethisches Dilemma.
Die Vertreterversammlung hat den Gesetzgeber daher aufgefordert, das Gesetz nicht zu beschließen. „Die Vertragsärzte in Sachsen-Anhalt werden bei In-Kraft-Treten des Gesetzes ihre medien- und patientenwirksamen Proteste so lange fortsetzen, bis die Politik akzeptable Lösungen anbietet“, kündigte die KV an. /hil
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.