KV Westfalen-Lippe: „KV wird als Mangelverwalter missbraucht!“
Dienstag, 7. Februar 2006
Dortmund – Gegen den im Verlauf der Ärzteproteste vom Bundesgesundheitsministerium geäußerten Vorwurf, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) verteilten das Geld ungerecht unter den Ärzten, wehrt sich die KV Westfalen-Lippe. Ein solcher Vorwurf sei „unverfroren und ein gezieltes Säen von Zwietracht“, erklärte der Vorstand der KV am 6. Februar.
Die Krankenkassen müssten nicht für jede erbrachte ärztliche Leistung einen Gegenwert zahlen, sie könnten vielmehr sämtliche Ansprüche der Vertragsärzte und -psychotherapeuten mit einer Kopfpauschale an die KV ablösen. Diese angesichts der Leistungsanforderungen viel zu geringe Gesamtvergütung müssten die KVen unter Beachtung zahlreicher gesetzlicher und vertraglicher Regelungen verteilen. Ihr bleibe dabei kaum ein Gestaltungsspielraum.
„Die KVen verteilen keinesfalls das reichlich vorhandene Geld falsch. Ihnen bleibt lediglich die undankbare Aufgabe, einen eklatanten Mangel möglichst gerecht zu verteilen“, hieß es aus Westfalen-Lippe. /hil
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.