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Frankreich: Abermals Streit um Embryonenforschung

Freitag, 10. Februar 2006

Paris - Die französische Parlamentsabgeordnete Christine Boutin hat sich gegen die Zulassung der verbrauchenden Embryonen- und Stammzellforschung gewandt. Boutin sagte französischen Medienberichten zufolge, damit komme es zu einer Instrumentalisierung des Menschen. Kurzfristiges Nützlichkeitsdenken habe den Sieg über die Grundwerte menschlichen Lebens davongetragen.

Die französische Regierung hatte zu Wochenbeginn einen Durchführungserlass zum Bioethik-Gesetz des Landes veröffentlicht. Das Gesetz selbst war bereits im August 2004 verabschiedet worden. Es sieht unter anderem das Verbot des Klonens zu Fortpflanzungs- wie zu Forschungszwecken vor. Wissenschaftler können nach dem Erlass nun mit so genannten überzähligen Embryonen arbeiten, wenn die Eltern dazu ihre schriftliche Zustimmung erteilen. Die Eltern haben dabei eine Bedenkzeit von drei Monaten.

Schätzungen gehen davon aus, dass in Frankreich mehr als 100.000 so genannte überzählige Embryonen tiefgekühlt lagern. Sie wurden ursprünglich zur künstlichen Befruchtung erzeugt, aber nicht verwendet. /kna

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