US-Vizegesundheitsminister fordert mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen
Dienstag, 14. Februar 2006
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| Alex Azar /Lopata |
Berlin - Für mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen und gegen staatliche Reglementierung hat sich der stellvertretende US-amerikanische Gesundheitsminister Alex Azar ausgesprochen. „Der Punkt ist, dass Gesundheitsleistungen am Ende doch ökonomischen Gesetzen gehorchen. Das heißt: keine Investitionen – keine Leistungen; keine Bezahlung – keine Versorgung“, sagte Azar im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt in Berlin.
Indirekt kritisierte er damit auch Einrichtungen wie den Gemeinsamen Bundesausschuss oder das Institut für Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, die im staatlichen Auftrag Leistungseinschränkungen beschließen oder Kosten-Nutzen-Bewertungen vornehmen. „Ich glaube einfach nicht, dass staatliche Expertengremien in ihren Entscheidungsprozessen sehr effektiv sind. Einheitsentscheidungen sind nie allen angemessen“, erklärte Azar.
Er plädierte zudem dafür, das Gesundheitswesen nicht allein unter Kostenaspekten zu betrachten. Es gehe darum, ein Gesundheitswesen zu erhalten, das Innovationen, Technik, Arzneimittel und Hilfsmittel zur Verfügung stelle, die die Gesundheit weltweit verbesserten. „Es braucht wirkliche Führungsstärke, die langfristigen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, denn es geht um mehr als den diesjährigen ausgeglichenen Haushalt“, betonte der Vizegesundheitsminister. /HK
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