Monheim - Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat im vergangenen Jahr seine eigene Umsatz- und Ergebnisprognose übertroffen. Die Erlöse stiegen um knapp fünf Prozent auf 991 Millionen Euro, wie der Spezialist für Generika am Freitag im nordrhein-westfälischen Monheim mitteilte. In Aussicht gestellt hatte Schwarz Pharma 930 Millionen Euro, während Analysten mit 946 Millionen Euro gerechnet hatten.
Das Betriebsergebnis verzeichnete den Angaben zufolge zwar einen Verlust von 17 Millionen Euro nach einem Gewinn von knapp 16 Millionen Euro im Vorjahr. Hierfür sei allerdings der Kauf der Rechte am Wirkstoff Rotigotin zur Behandlung der Parkinson-Krankheit verantwortlich, durch den künftig Lizenzzahlungen wegfallen. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Minus von 27 Millionen Euro gerechnet.
Das Konzernergebnis sollte ursprünglich bei 2,0 Millionen Euro liegen, einschließlich des Kaufs bei minus 55 Millionen Euro. Doch auch hier schnitt Schwarz Pharma deutlich besser ab. Bereinigt um die Kosten für den Kauf lag das Ergebnis bei 4,3 Millionen Euro, einschließlich des Erwerbs ergab sich ein Verlust von 54 Millionen Euro.
Für 2006 strebt der Konzern einen Umsatz von 900 Millionen Euro sowie ein ausgeglichenes Jahresergebnis an, obwohl es wegen der Markteinführung des Parkinsonpflasters Neupro, für den der Wirkstoff Rotigotin benötigt wird, zu hohen Kosten kommen werde. Wie bereits im Vorjahr will das Unternehmen auch für 2005 eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie ausschütten. /ddp
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