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Schering steigert Gewinn um fast ein Viertel

Montag, 20. Februar 2006

Berlin - Der Berliner Pharmakonzern Schering hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn um fast ein Viertel gesteigert und strebt nun bis 2008 eine Gewinnmarge von 20 Prozent an. Der Nettogewinn verbesserte sich im Vergleich zu 2004 um 23 Prozent auf 619 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Berlin mitteilte. Der weltweite Umsatz legte währungsbereinigt sieben Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu. In erster Linie hätten das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon sowie die Verhütungsmittel Yasmin und Mirena die Umsätze beflügelt, wie es weiter hieß. Der Vorstand will den Anteilseignern eine um 20 Prozent auf 1,20 Euro pro Aktie gesteigerte Dividende zahlen.

Mit einer Gewinnmarge von 17,5 Prozent sei Schering bereits im vergangenen Jahr seinem Ziel von 18 Prozent für 2006 schon sehr nahe gekommen, betonte Konzernchef Hubertus Erlen. „Wir werden nun eine operative Marge von 20 Prozent für 2008 in Angriff nehmen.“ Zugleich kündigte Erlen das größte Aktienrückkaufprogramm der Firmengeschichte an: Zwischen dem 1. März und dem 30. September dieses Jahres sollen Aktien im Wert von bis zu 500 Millionen Euro über die Börse erworben werden.

In den USA, wo Schering 2005 nach eigenen Angaben ein Umsatzplus von 13 Prozent erzielte, will der Konzern künftig die Herstellung seines Umsatzbringers Betaseron selbst kontrollieren. Unter diesem Namen wird das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon außerhalb der Europäischen Union verkauft. Vom US-Partner Chiron sollten alle für die Betaseron-Herstellung verwendeten Gegenstände erworben werden, erklärte das Unternehmen. Das Recht dazu sei im Liefervertrag mit Chiron verankert. Den Angaben zufolge stieg der Konzernumsatz mit Betaferon im vergangenen Jahr weltweit um zehn Prozent auf 240 Millionen Euro; die Verhütungspille Yasmin brachte 165 Millionen Euro Umsatz und damit 35 Prozent mehr als im Vorjahr. /afp

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