Vertreterversammlung der KBV wehrt sich gegen staatliche Bevormundung
Montag, 20. Februar 2006
Berlin - Gegen „die Tendenz zu mehr staatlicher Einflussnahme durch Gesetze, Verordnungen und Ersatzvornahmen“ hat sich die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am 18. Februar in Berlin gewandt. Das Gremium verabschiedete ein Positionspapier mit Forderungen an die anstehenden Reformen im deutschen Gesundheitswesen.
„Wenn die Kassenärztlichen Vereinigungen und die KBV ausschließlich zum verlängerten Arm zur Durchsetzung der Kostendämpfungsmaßnahmen der Krankenkassen degradiert werden, dann erfüllen sie ihren Zweck nicht mehr und müssen durch eine schlagkräftige und von solchen Zwängen befreite Interessenvertretung ersetzt werden“, stellten die Delegierten fest. Außerdem forderten sie, die Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung von den Erwerbseinkommen abzukoppeln. Nur so sei das demografische Problem im Gesundheitssystem zu lösen.
Das Positionspapier trägt den Titel „Ärztliches Handeln in Freiheit und Verantwortung – Forderungen der KBV an die anstehenden Reformen im Gesundheitswesen“. Interessierte können es auf der Internetseite der KBV herunterladen. /hil
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