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Darmkrebsmonat März zum Thema „familiäres Darmkrebsrisiko“

Mittwoch, 22. Februar 2006

München/Siegburg - Das familiäre Darmkrebsrisiko ist das Top-Thema des diesjährigen Darmkrebsmonats März. Durch gezielte Information und intensive Öffentlichkeitsarbeit möchten die Felix Burda Stiftung und das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. das Bewusstsein in den Familien schärfen, die Betroffenen informieren, sensibilisieren und zur Vorsorge motivieren. 

In der Regel steigt nach Angaben der Stiftung das Darmkrebsrisiko ab einem Alter von 45 Jahren proportional an. Bei Personen mit einer familiären Disposition gelte diese Regel jedoch nicht. „Gibt es Fälle von Darmkrebs in der Familie, sollten die direkten Verwandten sich frühzeitig ärztlich beraten lassen. Darmkrebs ist kein Schicksal, sondern durch Früherkennung zu fast einhundert Prozent vermeidbar“, erklärte Dr. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung. 

Sie wies daraufhin, dass die gesetzlichen Krankenkassen bei familiärer Veranlagung und bei Symptomen wie unspezifischen Schmerzen im Magen-Darm-Bereich oder Blut im Stuhl die Untersuchungskosten unabhängig vom Alter des Patienten übernehmen. Grundsätzlich übernähmen sie den Okkultbluttest ab dem 50. Lebensjahr jährlich und die präventive Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr.

Auch der Gemeinsame Bundesausschuss stellte am Dienstag klar, dass Versicherte vom 56. Lebensjahr an die Möglichkeit haben, zwischen einer Koloskopie und einem Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl zu wählen. Eine Koloskopie bezahlen die Krankenkassen zwei Mal im Abstand von zehn Jahren, einen Schnelltest alle zwei Jahre. Eine hohe Teilnehmerrate an Früherkennungsuntersuchungen wäre wünschenswert, betonte Dr. Rainer Hess, G-BA-Vorsitzender. „Damit kann die Sterblichkeit von zurzeit etwa 30 000 Menschen pro Jahr in Deutschland künftig gesenkt werden“, so der G-BA Vorsitzende.

Auf Initiative der Felix Burda Stiftung wird alljährlich der März zum Darmkrebsmonat erklärt. In diesem Zusammenhang werden von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Burda Stiftung am 23. Februar neue Projekte und Aktionen zur Darmkrebsvorsorge in Berlin vorgestellt. Im Rahmen der überregionalen Medienkampagne engagieren sich auch zahlreiche Prominente für die Darmkrebsfrüherkennung. Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. ist für die Planung und Umsetzung medizinspezifischer Themen und Projekte zuständig. /hil/DAR

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