Hoppe spricht sich für Selbstzahler-Leistungen aus
Mittwoch, 1. März 2006
Jörg-Dietrich Hoppe /Eifrig
Berlin - Für Selbstzahler-Leistungen hat sich der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, wegen einer „zunehmenden Rationierung medizinischer Leistung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)“ ausgesprochen. „Die meisten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sind medizinisch sinnvoll und vielfach auch notwendig angesichts des mehr und mehr restriktiv zu handhabenden Leistungskataloges der GKV“, sagte Hoppe in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ vom 28. Februar.
Er kündigte an, der 109. Deutsche Ärztetag werde im Mai über einen Entwurf für ein Diskussionspapier zum Umgang mit Individuellen Gesundheitsleistungen beraten. „Mit dem Papier appellieren wir an die Ärzte, ihre Patienten über Nutzen und Risiken von IGeL umfassend zu informieren, ihnen ausreichend Bedenkzeit zu geben und Leistungen nicht aufzudrängen. Ärzte dürfen IGeL nicht in einer Notsituation des Patienten anbieten, sondern nur in Ergänzung zum Leistungsspektrum der GKV. Wir machen auch deutlich, dass der Patient eine transparente Rechnung auf der Grundlage der Gebührenordnung erwarten kann“, sagte der Ärztepräsident. /hil
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