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Schleswig-Holstein: Netzwerk gegen Brustkrebs gegründet

Freitag, 3. März 2006

Bad Segeberg - Ein Netzwerk „BETRIFFT BRUST“ haben verschiedene Partner des schleswig-holsteinischen Gesundheitswesens unter dem Dach der Gesundheitsinitiative der Landesregierung gegründet. Es soll die Früherkennung von Brustkrebs in Schleswig-Holstein sichern und die gesundheitliche Versorgung der Patientinnen verbessern.

„2.300 Frauen erkranken jährlich in Schleswig-Holstein an Brustkrebs. Die Diagnose ist für jede einzelne von ihnen ein Schicksalsschlag. Deshalb ist es unser Ziel, für jede erkrankte Frau die bestmögliche medizinische und psychosoziale Versorgung und Betreuung sicherzustellen“, sagte Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht am 3. März in Kiel. 

Dem Netzwerk gehören die gesetzlichen Krankenkassen, die Kassenärztliche Vereinigung des Landes und die Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein an. BETRIFFT BRUST stellt die Brustkrebsversorgung der Frau auf vier Versorgungssäulen:

  • BRUSTlife, ein Vorsorgeprogramm zur Selbstabtastung der Brust. Es setzt auf Aufklärung und Angstabbau und motiviert Frauen zum regelmäßigen Arztbesuch
  • das regelmäßige Mammographie-Screening
  • die Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik QuaMaDi, ein Diagnoseprogramm, das nach seiner Einführung vor sechs Jahren die Entdeckung von Brustkrebs in Schleswig-Holstein deutlich verbessert hat. QuaMaDi erreicht jährlich 80.000 bis 100.000 Frauen. Hierbei erhalten Frauen mit unklarem Befund der Brust eine sichere Diagnose durch eine Mammographie mit Zweitbefundung und Drittabklärung. Das Programm gibt es seit dem 1. Juli 2005 flächendeckend in Schleswig-Holstein für alle gesetzlich versicherten Frauen.
  • das Disease-Management-Programm Brustkrebs: Darin arbeiten in Schleswig-Holstein acht Brustzentren mit insgesamt 24 Kliniken sowie Spezialisten in der ambulanten Versorgung nach einheitlichen Leitlinien zur Brustkrebstherapie zusammen.
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„Es ist selten und daher nicht hoch genug zu werten, dass es uns gemeinsam gelungen ist, dieses Programm für alle Frauen in Schleswig-Holstein auf die Beine zu stellen. Als Frauenarzt bin ich mir sicher, dass wir mit BETRIFFT BRUST Frauen in diesem Land auf allerhöchstem Niveau versorgen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Klaus Bittmann. /hil

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