Politik

Trotz Kritik: Bundesausschuss steht zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln

Donnerstag, 9. März 2006

Siegburg - Die Bewertung der kurzwirksamen Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bedeutet „einen neuen Abschnitt in der gesetzlichen Aufgabenstellung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Gewährleistung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung“. Das erklärte der Vorsitzende des G-BA, Dr. Rainer Hess, am 8. März in Siegburg.

Derartige Nutzenbewertungen sollen nach dem fünften Sozialgesetzbuch „für jedes erstmals verordnungsfähige Arzneimittel mit patentgeschützten Wirkstoffen sowie für andere Arzneimittel, die (für die Arzneimittelversorgung im System der Gesetzlichen Krankenversicherung) von Bedeutung sind, erfolgen. Hess wies darauf hin, dass der G-BA dem Institut am 18. Januar 2005 den Auftrag erteilt habe, die Arzneimittelversorgung zu folgenden Versorgungsbereichen zu bewerten: Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Bluthochdruck, Asthma Bronchiale, COPD, Demenz und Depression.

Ein Jahr nach der Auftragserteilung leite das IQWiG dem G-BA schrittweise die Expertisen zu. „Dies geschieht unter großer Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und betroffener Patientengruppen, werden doch durch die Bewertung des IQWiG seit Jahren etablierte und von Experten befürwortete Behandlungsgewohnheiten wegen nicht belegter Evidenz eines therapeutischen (Zusatz-)Nutzens und einer sich gegebenenfalls daraus ableitbaren Unwirtschaftlichkeit der Arzneitherapie auf den Prüfstand gestellt“, erklärte Hess. 

Der G-BA Vorsitzende betonte: „Dieser Prozess einer Überprüfung der Evidenz und des indikationsgerechten Einsatzes kostenintensiver Therapieverfahren muss durch gestanden werden, wenn unter fortbestehend begrenzten Ressourcen ausreichende Mittel für eine medizinisch notwendige, in ihrem Nutzen belegte innovative Arzneitherapie verfügbar bleiben sollen!“ /hil

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