Ausland

Niederlande: Ethikkommission soll Regeln für Sterbehilfe bei Kleinkindern erarbeiten

Donnerstag, 16. März 2006

Den Haag - In den Niederlanden ist eine neue Ethik-Debatte über die aktive ärztliche Sterbehilfe entflammt, nachdem die Regierung die Einberufung einer Ethikkommission bekanntgab. Aufgabe der Kommission ist es, niederländischen Ärzten Richtlinien an die Hand zu geben, wann das Leben eines unheilbar kranken Kleinkindes beendet werden darf. Allerdings gibt es in der Bevölkerung Widerstände.

Die neue Ethikkommission soll nach Angaben der Regierung „bis Mitte 2006“ ihre Arbeit aufnehmen. Ihr werden auch Ärzte angehören. Ziel müsse es sein, den behandelnden Ärzten „klare Richtlinien“ an die Hand zu geben, wann es erlaubt ist, das Leben eines unheilbar kranken Kleinkindes vorzeitig zu beenden. Bislang fehlt es an solchen Regeln, was holländische Pädiater immer wieder in schwierige Konfliktsituationen bringt.

Erst kürzlich hatten die niederländischen Medien berichtet, dass Ärzte zwischen 1997 und 2004 in mindestens 22 Fällen aktive Sterbehilfe bei unheilbar kranken Säuglingen geleistet hatten. Keiner der Ärzte wurde strafrechtlich verfolgt. Das rief zahlreiche Patientenorganisationen auf den Plan. Ein Sprecher der Gruppe „Scream for Life“ sagte, aktive ärztliche Sterbehilfe sei „ein Verbrechen“. Ärzteverbände wünschen sich dagegen seit langem klare Richtlinien, besonders was die Sterbehilfe bei unheilbar kranken Kleinkindern angeht. /KT

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