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Mehrheit der Deutschen für eine rauchfreie Gastronomie

Freitag, 17. März 2006

Heidelberg – Rund 80 Prozent der Nicht-Raucher, mehr als 70 Prozent der Ex-Raucher und 25 Prozent der aktiven Raucher sprechen sich für komplett rauchfreie Gaststätten in Deutschland aus. Insgesamt sind dies rund 60 Prozent der Bevölkerung. Dieses Ergebnis einer bundesweiten Repräsentativbefragung hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg Mitte März bekannt gegeben.

Befragt wurden mehr als 2.000 Männer und Frauen ab 16 Jahren. Die gleichen Fragen wurden bereits ein Jahr zuvor im Auftrag der Dieter Mennekes Umweltstiftung in Zusammenarbeit mit der Nichtraucher Initiative Deutschland e.V. gestellt. Ein Vergleich der Ergebnisse beider Jahre macht laut DKFZ deutlich, dass in allen gesellschaftlichen Gruppen die Akzeptanz rauchfreier Gaststätten weiter ansteigt, zuletzt von 53 auf rund 60 Prozent.

Durch Tabakrauch in Gaststätten gestört fühlen sich 84 Prozent der Nichtraucher und 35 Prozent der Raucher. Von den im Februar 2006 Befragten gaben 73 Prozent an, nach der Einführung von rauchfreien Gaststätten ihr Besuchsverhalten nicht zu ändern, 11 Prozent wollten häufiger essen gehen und 16 Prozent würden weniger auswärts essen. „Wir verbinden mit dieser Publikation den Appell an die deutsche Politik, ein Bundesgesetz für eine rauchfreie Gastronomie in Deutschland Wirklichkeit werden zu lassen“, erklärte Prof. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. /hil

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