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Studie: Mammographien schaden Frauen mit Genmutationen nicht

Mittwoch, 22. März 2006

dpa

London - Mammographien sind einer Studie zufolge nicht schädlich für Frauen mit bestimmten Genmutationen, die sie für Brustkrebs anfällig machen. Bei einer Mammographie entsteht bekanntlich eine schwach dosierte ionisierende Strahlung, die normalerweise unschädlich ist. Ärzte hatten jedoch befürchtet, dass schon diese geringe Menge bei Frauen mit bestimmten Genmutationen ausreichen könnte, um Zellen zu beschädigen und dadurch Krebs auszulösen. Als gefährdet galten Frauen mit mutierten BRCA1- und BRCA2-Genen, die das Risiko von Brust- und Ovarialkarzinomen statistisch erhöhen. Die am Mittwoch in „The Lancet Oncology“ (2006; doi: 10.1016/S1470-2045(06)70624-6) veröffentlichte Studie kanadischer Forscher widerlegt diese These.

Die Wissenschaftler verglichen Patientendaten aus sechs Ländern in Nordamerika, Europa und Israel. Dabei handelte es sich um 3.200 Frauen mit mutierten BRCA1- und BRCA2-Genen. Die Hälfte von ihnen hatte Brustkrebs, die andere nicht. Ein Vergleich beider Gruppen zeigt, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass frühe Mammographien den Ausbruch von Krebs beschleunigten. Normalerweise wird Frauen geraten, ab dem Alter von 40 Jahren jährlich eine Röntgenuntersuchung der Brust vornehmen zu lassen. Frauen mit mutierten BRCA1- und BRCA2-Genen wird dies dagegen schon ab dem 25. Lebensjahr empfohlen. /afp

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