Berlin - Die Streiks der Klinikärzte für 30 Prozent mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen dauern an. An elf Unikliniken in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Bayern traten nach Angaben der Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Montag rund 3.000 Mediziner in den Ausstand. Die Streiks sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Für Mittwoch ist ein Sondierungsgespräch zwischen Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) geplant.
Gestreikt wurde unter anderem an den Unikliniken Köln, Essen und Düsseldorf. In Mainz standen mehrere Streik-Aktionen auf dem Programm, darunter eine symbolische Auswanderung. Die Mediziner wollten dazu am Mittag den Rhein überqueren und nach Hessen auswandern. An allen bestreikten Kliniken ist nach Angaben des Marburger Bundes die Notfallversorgung der Patienten gewährleistet.
Die Ärztestreiks sollen am Dienstag fortgesetzt werden. So sollen Ärzte an den Unikliniken Heidelberg, Freiburg, Tübingen, Ulm, Düsseldorf, Köln, Münster, Essen, München und Erlangen ihre Arbeit einstellen. Arbeitsniederlegungen wird es darüber hinaus an den psychiatrischen Landeskrankenhäusern Calw und Wiesloch sowie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim geben.
An den Unikliniken in Aachen, Essen und Münster sollen bis Mittwoch jeweils mehrere hundert Ärzte nach einem rotierenden System für einen Tag ihre Arbeit niederlegen. An diesen Streikorten werden Aktionen wie Blutspenden für Ärzte, Kardiochecks auf öffentlichen Plätzen oder Erste-Hilfe-Kurse für Passanten angeboten.
Auch das nichtärztliche Personal hat seine Streiks in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und im Saarland fortgesetzt. In mehreren Bundesländern streikte zudem Personal an Landeskrankenhäusern. In Nordrhein-Westfalen legten nach Angaben der Gewerkschaft ver.di Teile der Mitarbeiter an den Kliniken in Münster, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Köln und Essen ihre Arbeit nieder. Der Arbeitskampf dauert seit Mitte Februar an. /ddp
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