Liberales Gesundheitssystem könnte neue Arbeitsplätze schaffen
Dienstag, 4. April 2006
Wiesbaden – Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen ist 2003 und 2004 nahezu konstant geblieben. Insgesamt umfasste das so genannte Gesundheitspersonal in Deutschland rund 4,2 Millionen Menschen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 4. April mit. Rund 1,3 Million neue Arbeitsplätze könnten im deutschen Gesundheitswesen in den kommenden Jahren entstehen, wenn das System grundlegend liberalisiert werde. Dies ist die Kernaussage einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), von der die Zeitung „Die Welt“ berichtet (Ausgabe vom 4. April).
Statt die Politik der Kostendämpfung fortzusetzen, sollte der Gesetzgeber mehr Wettbewerb zwischen den Leistungserbringern und mehr Wahlfreiheit der Versicherten zulassen, empfehlen HWWI-Direktor Thomas Straubhaar und seine Mitautoren. Die künftige Beschäftigungsentwicklung in dem Sektor hängt laut Studie entscheidend von der Gesundheitspolitik ab. Ohne Reformen werden demnach bis 2010 rund 259 000 und bis 2020 rund 642.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Bei einem radikalen Umbau des Gesundheitswesens würden bis 2010 bereits 642.000 und bis 2020 1,279 Millionen neue Stellen geschaffen. /hil
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.