Schering-Betriebsratschef befürchtet Jobabbau in allen Sparten
Montag, 10. April 2006
Berlin - Im Zuge der Übernahme des Berliner Pharmakonzerns Schering durch Bayer befürchtet der Schering-Betriebsrat einen Stellenabbau in allen Sparten. „Nach Bayer-Aussagen sollen alle Bereiche dazu beitragen - also Produktion, Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung“, sagte Schering-Betriebsratschef Norbert Deutschmann der „Berliner Zeitung“ vom Samstag. Wie viele Jobs es betreffen könnte, vermochte Deutschmann nicht zu sagen. Bayer-Chef Werner Wenning hatte angekündigt, in beiden Unternehmen 6.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen.
Der Schering-Betriebsratschef forderte eine faire Behandlung der Schering-Mitarbeiter: „Wenn ein Unternehmen sagt, es gibt einen fairen und ausbalancierten Fusions-Prozess, muss Schering auch entsprechend behandelt werden.“ Betriebsbedingte Kündigungen müssten vermieden werden.
Zugleich sprach sich Deutschmann für einen Kündigungsschutz aus. In den nächsten Monaten wird bei Bayer über eine Verlängerung des dort bis 2007 geltenden Kündigungsschutzes verhandelt. „Wir erwarten, dass die Dinge, die für Bayer gelten, künftig auch den Schering-Mitarbeitern zustehen“, sagte Deutschmann. /afp
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