Bayer-Konzern macht offizielles Angebot für Übernahme von Schering
Donnerstag, 13. April 2006
ddp
Leverkusen - Der Chemie- und Pharmariese Bayer hat am Donnerstag sein offizielles Angebot für die geplante Übernahme des Berliner Pharmaunternehmens Schering vorgelegt. Wie angekündigt bietet Bayer den Anteilseignern von Schering 86 Euro pro Aktie. Das wären genau zwei Cent mehr als das Papier derzeit an der Frankfurter Börse wert ist. Für die komplette Übernahme würde Bayer damit nach eigenen Angaben insgesamt 16,5 Milliarden Euro zahlen. Die Offerte gilt zunächst bis zum 31. Mai. Sollte Bayer sein Ziel erreichen, bis dahin 75 Prozent der Schering-Aktien einzusammeln, sollen die übrigen Aktionäre nochmals vom 9. bis zum 22. Juni Zeit bekommen, sich für den Verkauf zu entscheiden.
Wie Bayer-Chef Werner Wenning betonte, liegt das Angebot um gut 60 Prozent über dem ungewichteten Zwölf-Monats-Durchschnittskurs der Schering-Aktie und rund 39 Prozent über dem Schlusskurs vor dem Auftreten erster Übernahmespekulationen. „Für die Schering-Aktionäre lohnt es sich also, unser Angebot anzunehmen“, erklärte Wenning.
Der Bayer-Konzern war Schering am 23. März als so genannter Weißer Ritter zur Seite getreten, um eine vom Darmstädter Pharmaunternehmen Merck betriebene feindliche Übernahme abzuwehren. Mit 86 Euro pro Schering-Aktie hatte Bayer das Merck-Angebot von 77 Euro deutlich überboten. Die Führung des Berliner Unternehmens befürwortete die Übernahme durch Bayer, nachdem die Leverkusener unter anderem klar gestellt hatten, dass Berlin der Sitz der neuen Tochterfirma Bayer-Schering-Pharma bleiben werde. /afp
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.