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Umfrage: Gubener befürworten von Hagens Leichen-Plastinationsfabrik

Donnerstag, 20. April 2006

Heidelberg/Guben - Die Bevölkerung der Stadt Guben befürwortet einer Umfrage zufolge die Ansiedlung der geplanten Leichen-Plastinationsfabrik des umstrittenen Anatomen Gunther von Hagens. 80 Prozent würden zustimmen, wenn dort auch anatomische Präparate etwa für die Ausbildung von Medizinstudenten hergestellt würden, ergab eine Emnid-Umfrage, die von Hagens Institut am Donnerstag veröffentlichte und auch selbst in Auftrag gegeben hatte. 71 Prozent der Befragten in der Brandenburger Stadt sind demnach auch mit der Herstellung von Präparaten für öffentliche Ausstellungen einverstanden. 13 Prozent würden sich sogar selbst nach dem Tod plastinieren lassen.

Im leerstehenden Gubener Rathaus sowie dem Gebäude einer Pleite gegangenen ehemaligen volkseigenen Wollfabrik soll eine Produktion für plastinierte Leichen und Leichenteile entstehen. Rund 3,5 Millionen Euro Investitionen stellt der vor allem als Initiator der umstrittenen „Körperwelten“-Ausstellung bekannte von Hagens in Aussicht. Am 26. April soll die Gubener Stadtverordnetenversammlung über den Verkauf des Gubener Rathauses entscheiden.

Die Befragung fand auch in Heidelberg statt - dem bisher einzigen Sitz des Instituts für Plastination in Deutschland - und in Berlin, wo die „Körperwelten“-Ausstellung die meisten Zuschauer anlockte. In beiden Städten befürwortete im Gegensatz zu Guben nur fast jeder Zweite die Herstellung von Leichenpräparaten für öffentliche Ausstellungen. Nur jeweils sechs Prozent würden sich selbst plastinieren lassen. /afp

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