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Kritik an Verschärfung der Ärztestreiks – Uniklinik Freiburg weist Vorwürfe zurück

Dienstag, 25. April 2006

Berlin/Freiburg – Die Ankündigung des Marburger Bundes (MB), die Klinikstreiks bundesweit auf die ganze Woche auszudehnen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) scharf kritisiert. „Wenn die Ärztegewerkschaft ihre Drohung wahr macht und bundesweit die Notfallversorgung lahm legt, sind schwerwiegende Folgen für Leib und Leben der betroffenen Patienten nicht auszuschließen. Wie hier von ärztlichen Gewerkschaftsfunktionären mit den Sorgen und Nöten krebskranker Patienten umgegangen wird, verstößt gegen jegliche medizinische Ethik“, erklärte der DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum am 24. April.

Die DKG appellierte an die Verhandlungsführer des MB, die 30-Prozent-Forderung zurückzunehmen und damit die Voraussetzung für Verhandlungen zu schaffen. „Die Krankenhäuser wissen, dass die Ärztinnen und Ärzte Verantwortungs- und Leistungsträger in den Kliniken sind und dass vernünftige Regelungen für die Organisation und die Finanzierung von Bereitschaftsdiensten und Überstunden gefunden werden müssen. Dies ist, wie der mit Verdi geschlossene Tarifvertrag (TVöD) für die kommunalen Krankenhäuser zeigt, auch möglich“.

Unterdessen dementierte die Universitätsklinik Freiburg Vorwürfe, die Behandlung schwer erkrankte Patienten werde wegen der Ärztestreiks aufgeschoben. „In Freiburg ist jeder Tumorpatient auch unter Streikbedingungen gut aufgehoben. Die Ärzte des Universitätsklinikums Freiburg wollen auch während des Streiks Nachteile für schwerkranke Patienten vermeiden“, hieß es aus der Uniklinik. Längere Terminverschiebungen gebe es für schwer erkrankte Patienten nicht. Lediglich Patienten mit planbaren Operationen müssten mit Verschiebungen ihrer Behandlungstermine rechnen. /hil

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