Leipzig – Eine „Initiative Schmerzfreie Klinik“ hat die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) im Rahmen ihres 123. Kongresses vom 2. bis 5. Mai in Berlin vorgestellt. „Die beste Möglichkeit, die Genesung eines Patienten zu beschleunigen ist es, im Rahmen einer Operation erwartete Schmerzen zu vermeiden und zu lindern“, erklärte Prof. Dr. Edmund Neugebauer, Vorsitzender der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Akutschmerz (CAAS) der DGCH aus Köln.
Schonende Operationstechniken, Akutschmerztherapie und normale Ernährung sollen dazu führen, dass der Patient nach einer Operation schnell wieder sein Gleichgewicht findet. Patienten, die sonst zwei bis drei Wochen im Krankenhaus liegen, könnten so bereits nach fünf bis sieben Tagen nach Hause gehen. Ließe sich diese schnelle Wiederherstellung aller Patienten flächendeckend in Deutschland verwirklichen, würde dies laut Neugebauer in etwa 10.000 Fällen Komplikationen vermeiden. Außerdem ließen sich bis zu einer halben Million Krankenhaustage einsparen.
Systematische Befragungen der Patienten bilden einen wesentlichen Teil der „Initiative Schmerzfreie Klinik“. Um Transparenz zu schaffen, baut die CAAS außerdem zurzeit ein bundesweites „Akutschmerzregister“ auf. Dorthin können Kliniken ihre Ergebnisse melden und diese anonymisiert mit denen anderer Klinken vergleichen. /hil
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