Gutachten: Vakuum-Therapie bei Wunden anderen Verfahren nicht überlegen
Mittwoch, 17. Mai 2006
Köln - Die so genannte Vakuum-Versiegelungstherapie zur Wundbehandlung bietet gegenüber herkömmlichen Behandlungsmethoden keine erkennbaren Vorteile für den Patienten. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seiner jüngsten Nutzenbewertung. Die Therapie werde in deutschen Kliniken bereits seit vielen Jahren in der Hoffnung eingesetzt, sie könnte die Heilung von größeren Wunden beschleunigen.
Nach Aussage der Kölner Wissenschaftler fehlen allerdings bislang überzeugende wissenschaftliche Belege für einen solchen Zusatznutzen. „Die Therapie sollte deshalb vorläufig nicht in der Breite angewendet werden“, empfiehlt das IQWiG. In absehbarer Zeit würden jedoch weitere Studien abgeschlossen, deshalb sei es sinnvoll, die Vakuum-Versiegelungstherapie in zwei bis drei Jahren erneut zu bewerten. /hil
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