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USA: Mangel an Intensivmedizinern

Mittwoch, 24. Mai 2006

Washington - In den amerikanischen Kliniken fehlen hunderte Intensivmediziner. Einem neuen Bericht zufolge wird dieser Mangel in den kommenden Jahren dramatisch weiter verschlechtern. Ärzteverbände verlangen vom Gesundheitsministerium in Washington dringend Maßnahmen, um mehr junge Ärzte für eine Spezialisierung auf Intensivmedizin zu gewinnen.

Derzeit praktizieren in den US-Kliniken rund 2.000 Intensivmediziner. Diese in den USA als „Critical Care Doctors“ bezeichneten Mediziner kümmern sich auf den Intensivstationen um schwerkranke Patienten. Wie das American Board of Medical Specialities (ABMS) jetzt feststellte, reicht das nicht aus. „Der  Bedarf an Intensivmedizinern wird in den kommenden Jahren nicht zuletzt als Folge der demographischen Entwicklungen deutlich steigen“, stellen die ABMS-Experten fest. Man geht davon aus, dass 2020 „mindestens 4.300“ Intensivmediziner benötigt werden. Allerdings fehle es an den nötigen Ausbildungskapazitäten.

Das Gesundheitsministerium wurde dringend aufgefordert, für Abhilfe zu sorgen. Andernfalls sei die Patientenversorgung in der Intensivmedizin gefährdet. „Es ist besorgniserregend, dass immer mehr Patienten intensivmedizinische Betreuung benötigen, die Zahl der qualifizierten Intensivmediziner allerdings seit Jahren konstant bleibt“, so Dr. Peter Wagner, Präsident der American Thoracic Society. /KT

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